Krummenacher lässt sich auch von einem grbrochenen Fuß nicht aufhalten © Grand Prix Team Switzerland

Randy Krummenacher brach sich bei einem Sturz im Qualifying zwei Fußknochen, will aber morgen auf die Zähne beißen und im Rennen antreten

Der zweite Trainingstag beim Großen Preis von San Marino hat für das Team Switzerland mit einer starken Leistung von Randy Krummenacher begonnen. Unglücklicherweise endete jedoch der Samstag in Misano mit einem herben Rückschlag, nachdem der Kalex-Pilot in seiner Zeitenjagd während dem Qualifikationstraining wegen eines technischen Defekts zu Sturz kam. Dabei ist ein Mittelfußknochen rechts zweimal gebrochen. Nichtsdestotrotz will der ehrgeizige Schweizer am Sonntag vom 19. Startplatz ins Rennen gehen.

Bei wesentlich besseren Witterungsbedingungen als am Vortag und bei abtrocknender Fahrbahn zeigte Krummenacher im abschließenden Freien Training eine gute Leistung, indem er Bestzeiten auf den stellenweise noch feuchten Asphalt knallte. Schließlich beendete der 23-Jährige die 45-minütige Session mit der elftschnellsten Rundenzeit. Aufgrund der Vormittags-Leistung waren die Erwartungen für das Qualifying hoch.

Im Verlauf der Session bei inzwischen besten Verhältnissen mit strahlendem Sonnenschein gelang es dem Kalex-Pilot, seine Rundenzeiten kontinuierlich zu steigern, bevor es in seiner letzten Attacke auf eine Zeitenverbesserung zu einem Kupplungs-Defekt kam, welcher der Auslöser für den verhängnisvollen Sturz war. Bei der Untersuchung im Medical Center wurden Brüche am vorderen und hinteren Ende des äußeren rechten Mittelfußknochens diagnostiziert. Ungeachtet dieser schmerzhaften Verletzung wird Krummenacher am Renntag trotzdem in den Sattel seiner Kalex-Moto2 steigen.

Es ist zum aus der Haut fahren", ärgert sich Krummenacher. "Der Samstag hat richtig stark begonnen und dann bin ich in der Schlussphase des Zeittrainings wegen einem technischen Defekt gestürzt. Die Schmerzen sind im Moment noch ertragbar, weil eben noch viel Adrenalin im Körper ist. Vielmehr schmerzt aber die verpasste Gelegenheit, einen besseren Startplatz einzufahren. Es wäre bestimmt möglich gewesen noch ein paar Zehntel von meiner Rundenzeit wegzufeilen."

"Das lässt sich jedoch nicht mehr ändern und ich muss mit der gegebenen Situation umgehen. In jeden Fall werde ich am Sonntag fahren und im Rennen versuchen die Punkteränge zu erreichen. Danach gönne ich meinem rechten Fuß absolute Ruhe bis zum Rennen in Aragon", so der Schweizer. "Die Rennärzte haben für das Rennen eine Starterlaubnis gegeben, daher dürfen wir uns im Club der Wilden und der Irren willkommen heißen: Während der Untersuchungen war es für Randy das Wichtigste, dass er die Starterlaubnis bekommt", sagt Teamchef Maroc Rodrigo.

"Das ist leider die schlechte Nachricht von diesem Tag. Aus sportlicher Sicht bin ich sehr zufrieden. Randy ist am Vormittag ein starkes Freies Training gefahren. Leider hat uns der Sturz am Nachmittag einen besseren Startplatz gekostet. Es wären noch ein paar Zehntel drinnen gewesen. Das klingt zwar wenig, aber bei diesen knappen Zeitrückständen würden wir damit weiter vorne stehen. Der 19. Startplatz schaut auf dem Papier schlechter aus, als die Realität ist. Wir haben eine knappe Sekunde Rückstand auf die Bestzeiten und mit einem soweit wie möglich fitten Randy können wir mit WM-Punkten spekulieren, was nach wie vor unser Ziel ist", so Rodrigo.

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