Marc Marquez hat die Pole-Serie von Pol Espargaro durchbrochen © Repsol

In Misano schlägt Marc Marquez zu und erobert den besten Startplatz - Pol Espargaro stürzt und kann seine Pole-Serie der vergangenen drei Rennen nicht fortsetzen

Das Qualifying in Misano stand ganz im Zeichen des WM-Führenden: Von Beginn an gab Marc Marquez (Suter) das Tempo vor und fuhr ungefährdet zu seiner siebten Pole-Position in der laufenden Saison. Die Situation war bezeichnend für die aktuelle Moto2: Marquez fuhr schnelle Zeiten und die Konkurrenz musste sich strecken. So stürzte Pol Espargaro (Kalex) bei seinem letzten Angriff und stapfte enttäuscht davon.

Für Marquez stand schließlich die Bestzeit von 1:38.242 Minuten zu Buche. Espargaro wurde in den letzten Minuten nicht mehr vom zweiten Platz verdrängt. Sein Rückstand betrug 44 Tausendstelsekunden. Bester Schweizer war Tom Lüthi (Suter) als Sechster. Marcel Schrötter stürzte von seiner Bimota und muss am Sonntag von Startplatz 29 eine Aufholjagd starten, während an der Spitze einmal mehr der Name Marquez glänzte.

"Wir hatten das Problem, dass wir im Trockenen nicht viele Runden gefahren sind", sagt der WM-Führende nach der Qualifikation. "Deshalb war die Abstimmung nicht optimal. Im Warmup müssen wir noch Lösungen finden. Ich stehe zwar auf der Pole-Position, aber wir wollen immer mehr und müssen weiterarbeiten. Dann werden wir sehen wie es im Rennen läuft. Niemand weiß, wie lang der Reifen im Rennen halten wird. Morgen wird es interessant."

Espargaro verpasste durch den Sturz seine vierte Pole-Position in Folge. "Ich habe mich auf dem Motorrad sehr wohlgefühlt, aber es gab ein kleines Problem und es endete in einem Desaster. Die Runde war gut und wir haben eine gute Abstimmung. Wir wissen auch, welchen Reifen wir im Rennen verwenden werden. Ein kleiner Fehler hat zur Pole-Position gefehlt", ärgert sich der Spanier. "Die erste Startreihe ist wichtig und morgen wird ein wichtiger Tag."

Zum vierten Mal in diesem Jahr steht der Brite Scott Redding in der ersten Startreihe. Der Kalex-Pilot eroberte Rang drei. Auf die Pole fehlten lediglich 97 Tausendstelsekunden. "Gestern war ein Desaster, denn ich stürzte im ersten Training. Im Nassen hatte ich Probleme. Heute war es glücklicherweise trocken und es lief besser. Meine Motivation war wieder vorhanden. Zum ersten Mal in diesem Jahr konnte ich im Qualifying freie Runden fahren. Ich freue mich auf das Rennen. Die Strecke ist in gutem Zustand, wenn man den Regen bedenkt. Ich freue mich über die erste Startreihe."

Auf dem vierten Platz in der zweiten Reihe qualifizierte sich Takaaki Nakagami (Kalex/+0,127 Sekunden). Andrea Iannone mischte mit seiner Speed Up wieder im Spitzenfeld mit und klassierte sich als Fünfter (+0,261). Lüthi war ebenfalls konstant vorne dabei, doch es reichte nicht für die erste Startreihe. Auf Suter-Markengefährte Marquez fehlten 0,375 Sekunden und es wurde Platz sechs. Aus der dritten Startreihe werden Esteve Rabat (Kalex), Ratthapark Wilairot (Suter) und Mika Kallio (Kalex) angreifen.

Dominique Aegerter (Suter) verpasste sein persönliches Ziel deutlich. Der Schweizer peilte ein Ergebnis in den Top 10 an, doch er zog lediglich Startplatz 17 an Land. Sein Rückstand hielt sich mit einer Sekunde in Grenzen. Insgesamt befanden sich die ersten 16 Fahrer innerhalb von einer Sekunde. Randy Krummenacher landete mit seiner Kalex an der 19. Stelle. Auf die Spitze fehlten dem Schweizer 1,175 Sekunden. Neukirchner-Ersatz Mike di Meglio belegte bei seinem ersten Auftritt für das Kiefer-Team den 20. Platz.

Pech hatte Schrötter: In der zweiten Trainingshälfte stürzte er über das Vorderrad und konnte anschließend nicht mehr auf die Strecke gehen. In der Zeitenliste wurde der Deutsche noch auf Rang 29 zurückgereicht. Es gingen mehrere Fahrer im Verlaufe der 45 Minuten zu Boden. Auch Simone Corsi (FTR), Gino Rea (Suter) und Johann Zarco (MotoBI) lagen im Kiesbett. Schwere Verletzungen gab es keine.

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