Tom Lüthi ging bei den schwierigen Bedingungen kein Risiko ein © Paddock GP Racing

Tom Lüthi ging am ersten Trainingstag in Misano auf Nummer sicher und fuhr auf Platz acht und tatete sich dabei langsam an die schwierigen Bedingungen heran

Tom Lüthi (Suter) belegte am ersten Trainingstag zum Grand Prix von San Marino den achten Platz. Bei ungemütlichen Bedingungen mit häufig wiederkehrenden kurzen Regenschauern und ungewöhnlich kühlen Temperaturen im Badeparadies an der italienischen Riviera tastete sich der 26-Jährige Schweizer im ersten freien Training am Vormittag auf den neunten Rang. In der zweiten Session am Nachmittag steigerte sich Lüthi um anderthalb Sekunden und rückte auf den siebten Platz vor.

In der Addition belegte er am Ende den vorläufig achten Platz. Weil für den Rest des Wochenendes wieder schönes Spätsommerwetter angesagt ist, waren die vorläufigen Rundenzeiten auf dem 4,2 Kilometer langen "Misano World Circuit Marco Simoncelli" allerdings eher zweitrangig. Wichtiger war für Lüthi, trotz der schwierigen Verhältnisse das richtige Gefühl für die Strecke zu finden und damit eine Basis zu legen, in der trockenen Qualifikation am Samstag voll anzugreifen.

"Wegen der Regenschauer war die Strecke extrem rutschig. Ich habe das schon heute morgen im ersten Training der Moto3-Klasse auf dem Monitor gesehen, weil dort mit sehr wenig Schräglage gefahren wurde und trotzdem viele überraschende Ausrutscher passierten", sagt Lüthi. "Das war eine Warnung für mich. Ich habe nach dem Rausfahren trotzdem schnell einen Rhythmus gefunden und mich gut gefühlt, worauf wir ein Regen-Setup erarbeitet haben, so gut es auf der halbnassen Piste ging."

"Am Nachmittag war es noch ein bisschen nasser, und wir haben unser Regen-Setup weiter verbessern können. Wenn am Sonntag vor dem Rennen zufällig ein plötzliches Gewitter über der Strecke niedergehen sollte, sind wir gut gewappnet", so der Schweizer. "Ich habe mich auch von den Rundenzeiten her steigern können, bin aber nicht bis ans letzte Limit gegangen. Zwei, dreimal ist mir im zweiten Training das Vorderrad weggeklappt, worauf ich mir sagte: Jetzt reicht's! Doch es war gut, dass wir in beiden Trainings gefahren sind, denn immerhin ist es mir gelungen, ein Gefühl für die Strecke aufzubauen. Den Umständen entsprechend bin ich zufrieden!"

Weiterlesen