Xavier Simeon war am Nachmittag der schnellste Moto2-Fahrer © Tech 3

Tech-3-Pilot Xavier Simeon nutzt die widrigen Bedingungen und stellt in Misano die beste Zeit auf - Tom Lüthi und Marcel Schrötter in den Top 10

Das Wetter beeinflusste auch das zweite Freie Training der Moto2-Klasse, aber die Nachwuchsfahrer zeigten deutlich mehr Fahrbetrieb als die MotoGP-Asse. Zu Beginn des Trainings regnete es stark, aber im Laufe 45 Minuten ließ es etwas nach. In den Schlussminuten wirbelten die Hinterreifen nur noch wenig Gischt auf. Die Sicht war gut, aber der Asphalt blieb rutschig. An die Spitze der Zeitenliste setzte sich Xavier Simeon mit einer Tech 3. Die Bestzeit des Franzosen lautete 1:51.874 Minuten. Auf Platz zwei reihte sich Claudio Corti (Kalex) ein, der um lediglich 0,161 Sekunden langsamer war.

Die üblichen Verdächtigen gingen es bei diesen rutschigen Verhältnissen ruhig an. WM-Spitzenreiter Marc Marquez spulte mit seiner Suter insgesamt 15 Runden ab und reihte sich an der zwölften Stelle ein. Pol Espargaro (Kalex), der in der WM 48 Punkte Rückstand hat, schien gar nur auf Platz 18 auf. In erster Linie ging es für die Sieganwärter darum nicht zu stürzen und sich nicht zu verletzen. So war Andrea Iannone (Speed Up) am Vormittag per Highsider abgeflogen. Im zweiten Training blieb der Italiener sitzen und mischte als Dritter (+0,442 Minuten) an der Spitze mit.

Aus deutschsprachiger Sicht waren zwei Fahrer in den Top 10 mit dabei. Der Schweizer Tom Lüthi (Suter) reihte sich hinter Julian Simon (Suter) auf dem siebten Platz ein. Auf die Spitze büßte er eine Sekunde ein. Im Nassen nutzte Marcel Schrötter seine Chance und fuhr mit der runderneuerten Bimota die achtschnellste Zeit. Mit 23 Runden war Schrötter auch der fleißigste Fahrer. Die Stimmung im SAG-Team war gut und nun bleibt abzuwarten, ob Schrötter diese Leistung auch im Trockenen abrufen kann.

Der Schweizer Randy Krummenacher (Kalex) war als 16. wieder im Mittelfeld zu finden. Auch Dominique Aegerter (Suter) hatte im Nassen seine Probleme und rutschte auf Position 21 ab. Damit war er genau eine Position hinter seinem Teamkollegen Tomoyoshi Koyama, der Roberto Rolfo ersetzt.

Ein turbulentes Training hatten Gino Rea (Suter) und Johann Zarco (MotoBI). Beide gingen schon in den ersten Minuten bei starkem Regen auf die Strecke. Zunächst rutschte Rea aus, bevor dann auch das Motorrad von Zarco im Kiesbett lag. Dennoch konnte sich der Franzose in der Zeitenliste auf Position vier festsetzen. Pech hatte auch Mika Kallio, denn in den Schlussminuten purzelte der Finne noch von seiner Kalex. Auch Regenspezialist Anthony West (Speed Up) stürzte.

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