Der Franzose Johann Zarco war im Nassen klar der Schnellste © JiR

Im verregneten ersten Training markiert Moto2-Rookie Johann Zarco die Bestzeit - Marcel Schrötter glänzt mit der Bimota als Siebter

Pünktlich zu Beginn des ersten Freien Trainings der Moto2-Klasse öffnete der Himmel über Misano seine Schleusen. Zunächst herrschte wenig Fahrbetrieb, aber in der zweiten Trainingshälfte wurde fleißig trainiert, denn der Regen ließ wieder nach und es spritzte in den letzten Minuten nur noch wenig Gischt von den Reifen hoch. Im Gegensatz zur MotoGP trauten sich die Fahrer der mittleren Klasse auf die Strecke und ein Rookie markierte unter diesen schwierigen Bedingungen die Bestzeit. Johann Zarco (MotoBI) umrundete den 4,2 Kilometer langen Kurs in 1:52.183 Minuten und war klar schneller als der Rest des Feldes.

Der Franzose nahm Gino Rea (Suter) 0,551 Sekunden ab. Der Brite, dessen Platz im Gresini-Team wackelt, zeigte eine seiner besten Trainingsleistungen in diesem Jahr. Auch Regenspezialist Anthony West (Speed Up) war im Nassen wieder im Spitzenfeld mit dabei. Auf Zarco fehlten dem Australier acht Zehntelsekunden. Alle weiteren Fahrer lagen bereits über eine Sekunde zurück. Für eine kuriose Situation sorgte Andrea Iannone.

Der künftige MotoGP-Pilot ärgerte sich über einen langsamen Fahrer und machte unmissverständliche Gesten. Dabei verlor er selbst die Kontrolle über seine Speed Up und flog per Highsider ab. Dennoch reichte seine Zeit von davor für den vierten Platz. Zahlreiche Fahrer rutschten im Verlaufe des Trainings aus. Darunter waren auch Xavier Simeon (Tech 3), Scott Redding (Kalex), Steven Odendaal (AJR) und Alessandro Andreozzi (Speed Up).

Rutschige Bedingungen bieten Außenseitern immer die Chance zu glänzen. Neben Zarco und Rea drangen einige Fahrer in die Top 10 nach vor, die normalerweise weiter hinten zu finden sind. So belegte Yuki Takahashi, der auch mit der FTR bisher langsam war, hinter Simeon den sechsten Platz. Marcel Schrötter konnte im Nassen die Nachteile der Bimota umfahren und sich mit Rang sieben ins Szene setzen. Die Top 10 rundeten Claudio Corti (Kalex), der Schweizer Tom Lüthi (Suter) und Mika Kallio (Kalex) ab.

Marc Marquez fuhr dagegen keine einzige Runde auf seiner Suter und verbrachte das Training an der Box. Der WM-Führende landete dadurch an der letzten Stelle. Die weiteren Fahrer aus der Schweiz waren im Mittelfeld zu finden. Randy Krummenacher war mit seiner Kalex um 3,5 Sekunden langsamer als die Spitze und landete an der 15. Stelle. Sein Landsmann Dominique Aegerter (Suter) wurde 23. Ihm fehlten knapp sechs Sekunden auf die Spitze.

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