Die Zeit von Marc Marquez konnte nach seinem Sturz nicht mehr geknackt werden © Repsol

In einem vom Wetter beeinflussten Qualifying holt sich Marc Marquez trotz Sturz die Pole-Position für den Grand Prix von Frankreich - Tom Lüthi Zweiter

Das Moto2-Qualifying in Le Mans wurde teilweise vom Wetter beeinflusst. Zunächst fuhren alle hinaus und drehten schnelle Runden. Nach etwa zehn Minuten begann es an einigen Streckenpassagen leicht zu regnen, aber es hörte schnell wieder auf und der Asphalt trocknete weitestgehend, weshalb wieder mehr Fahrbetrieb herrschte. In der Schlussphase purzelten die Zeiten wieder.

Sieben Minuten vor Ablauf der Zeit öffnete der Himmel erneut seine Schleusen und die Entscheidung war gefallen. Die Pole-Position hatte sich Marc Marquez gesichert. Der Suter-Pilot fuhr in der ersten Trainingshälfte schnelle Runden und stürzte 24 Minuten vor Ablauf der Zeit. Er konnte nicht mehr hinausfahren, doch seine Zeit von 1:37,710 Minuten konnte nicht mehr geschlagen werden.

Kurz bevor der Regen das Qualifying beendete, hatte Tom Lüthi (Suter) noch eine Chance auf den besten Startplatz. Schließlich reichte es nicht ganz und der Schweizer musste sich um den Wimpernschlag von 29 Tausendstelsekunden geschlagen geben. Die erste Startreihe komplettierte Jerez-Sieger Pol Espargaro (Kalex). Nachdem im Freien Training Kalex ganz vorne stand, war es diesmal wieder Suter. Die drei Protagonisten in der ersten Reihe haben der bisherigen Saison auch ihren Stempel aufgedrückt.

Der Brite Scott Redding (Kalex) verpasste Reihe eins um weniger als zwei Zehntel und wird am Sonntag von Startplatz vier aus angreifen. Kurz vor Ablauf der Zeit stürzte der 19-Jährige noch in Kurve sieben. Andrea Iannone (Speed Up) versuchte noch Redding abzufangen, doch es klappte nicht und somit blieb es bei Startplatz fünf. Reddings Zeit verpasste der Italiener um lediglich drei Hundertstelsekunden. Mika Kallio (Kalex) komplettierte die zweite Reihe und sorgte für ein geschlossenes Ergebnis für das Marc-VDS-Team.

In Reihe drei stehen drei unterschiedliche Motorräder. Alex de Angelis (Suter) eroberte Platz sieben. Hinter ihm folgten Johann Zarco mit der MotoBI und Claudio Corti mit einer Kalex. Ex-Moto2-Weltmeister Toni Elias (Suter) belegte den zehnten Rang. Sein Aspar-Teamkollege Nicolas Terol rutschte nach der starken Vorstellung im dritten Freien Training dagegen wieder auf 17 ab. Somit schaffte es kein weiterer Schweizer in die Top 10.

Dominique Aegerter (Suter) und Randy Kurmmenacher (Kalex) folgten auf den Positionen zwölf und 13. Marco Colandrea (FTR) kämpfte mit Elena Rosell (Moriwaki) um den letzten Platz und verlor dieses Duell schließlich. Auch für Max Neukirchner lief es nicht erfolgreich. Nach den bisher drei Stürzen an diesem Wochenende blieb der Deutsche diesmal auf seiner Kalex sitzen, doch es reicht nur für Rang 22. Pech hatte Mike di Meglio (Speed Up), der zum zweiten Mal an diesem Wochenende zu Boden ging. Xavier Simeon (Suter) hatte nach einem Sturz Schmerzen und ließ sich von den Streckenposten helfen.

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