Gino Rea konnte mit der Moriwaki nur einen WM-Punkt erobern © Gresini

Das Gresini-Team kehrt Moriwaki den Rücken und fährt ab Le Mans mit Suter-Chassis - Angel Rodriguez probiert eine Bimota HB4 aus

Die Chassis-Wechsel in der Moto2 gehen weiter. Nachdem bereits Julian Simon nach dem Saisonauftakt in Katar von FTR auf Suter gewechselt hat, ziehen in Le Mans drei weitere Fahrer aus anderen Teams nach. Wie berichtet kehrt Gresini Moriwaki den Rücken und setzt ab Frankreich auch auf Suter-Material. Damit ist das QMMF-Team mit Anthony West und Elena Rosell die letzte Mannschaft mit Moriwaki-Motorrädern. Bemerkenswert daran ist, das Gresini mit Moriwaki im Jahr 2010 den ersten Moto2-WM-Titel erobert hat. Nun sind die Japaner aus der mittleren Klasse praktisch draußen. Außerdem wird Angel Rodriguez vom Desguaces-La-Torre-SAG-Team erstmals mit einem Bimota HB4-Chassis antreten. Sein Teamkollege Marco Colandrea bleibt auf FTR.

Speziell das Gresini-Team will wieder den Anschluss an die Spitze schaffen und ein Wort um Siege und den WM-Titel mitsprechen. "Ich bin sehr froh, dass sich Gresini zu diesem Schritt entschlossen hat", freut sich Gino Rea. "Ich glaube, das wird langfristig ein positiver Schritt sein. Es wird nicht alles über Nacht ändern, weil wir viel zu tun haben in den Bereichen Fahrstilanpassung und Abstimmung." Aufgrund der vertraglichen Situation setzt Gresini in allen Klassen auf Showa, während Suter-Fahrer wie Marc Marquez mit Öhlins-Dämpfer unterwegs sind.

"Wir haben die Entscheidung getroffen, zu Suter zu wechseln, weil es immer unser Ziel ist, uns zu verbessern und den Fahrern die Möglichkeit zu geben, das Maximum herauszuholen", begründet Teamchef Fausto Gresini. "Die Entscheidung war nicht leicht, aber wir mussten sie treffen." Während Suter neben Kalex derzeit Spitzenmaterial ist, ist das Potenzial der Bimota schwieriger einzuschätzen.

"Der Herstellerwechsel kommt daher, dass wir ein konkurrenzfähiges Level erreichen wollen", sagt SAG-Teamchef Edu Perales. "Rodri wird in Le Mans das Bimota-Chassis fahren. Danach werden wir eine endgültige Entscheidung treffen." Der Spanier Rodriguez meint: "Frankreich ist eine Möglichkeit, unsere Resultate um 180 Grad zu drehen. Der Chassiswechsel ist ein Schritt in die Richtung, in die wir wollen. Ich habe die Bimota in Aragon 2010 und Albacete 2011 getestet. Die Resultate waren nicht schlecht. Hoffentlich hilft uns das in Le Mans."

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