Marc Marquez hat bisher 70 der bisher möglichen 75 Punkte geholt © Repsol

Der Kampf zwischen Marc Marquez und Pol Espargaro in Estoril weckt Erinnerungen an die 125er-Zeiten - Die beiden Spanier ziehen in der Meisterschaft davon

Vor der letzten Runde des Moto2-Rennens in Portugal hatten sowohl Pol Espargaro als auch Marc Marquez Chancen auf den Sieg. Am Ende der Start/Ziel-Geraden ging Espargaro auf der Bremse in Führung, wurde aber wieder überholt. Bis zur engen Schikane lagen beide Kopf an Kopf. Espargaro verbremste sich und verlor damit die Chance auf den Sieg.

"Es war richtig hart. Besonders die letzte Runde hatte es in sich. Der Kurs ist für mich immer etwas schwierig. Ich bin sehr froh, hier mit einem Sieg abzureisen", freut sich Sieger Marquez. "Es war wie bei den 125ern. Am Anfang des Rennens wollte ich die Reifen schonen, doch der Grip war nicht so gut."

"Ich habe Runde für Runde das Vertrauen aus den Trainings zurück gewonnen. Dann habe ich mich auf dem Motorrad sehr wohl gefühlt. In den letzten Runden war es schwierig. Ich wollte eine Lücke herausfahren, doch Pol war sehr stark. In der letzten Runde wollte ich die Tür zumachen", berichtet er. "Es war ein tolles Rennen."

Mit zwei Siegen in drei Rennen ist Marquez seiner Favoritenrolle gerecht geworden, will die Erwartungen aber noch nicht vom Titel reden: "Es waren erst drei Rennen, wir müssen also die Ruhe bewahren."

"Es hat Spaß gemacht, mit Marc zu kämpfen und hat mich an die 125er-Zeiten erinnert", schildert Espargaro, der sich nur knapp geschlagen geben musste. "Ich habe in der letzten Runde alles gegeben. Als ich an Marc auf der Bremse vorbeiging, hatte er die bessere Linie und es war unmöglich für mich, vorne zu bleiben."

"Wir haben es versucht. Leider hat es nicht ganz gereicht", erklärt er. "Wir sind froh, dass wir in der Meisterschaft recht nah an Mark dran sind. Der Kampf hat Spaß gemacht. Doch als Marc ans Gas ging, hatte ich keine Chance." In der WM führt Marquez nach Estoril mit 70 Punkten. Espargaro folgt mit 9 Zählern Rückstand.

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