Rekord-Weltmeister Michael Schumacher kehrte 2010 in die Formel 1 zurück © imago

Rekord-Weltmeister Michael Schumacher zeigt im SPORT1-Interview großen Respekt für Stefan Bradl. Er verfolge dessen Aufstieg.

München - Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher zu Gast in Le Mans.

Im Interview mit SPORT1-Experte Alex Hofmann lobt Schumacher die Entwicklung von Stefan Bradl und zollt den MotoGP-Piloten großen Respekt.

Außerdem spricht er über seine Motorrad-Leidenschaft, das anstehende Formel-1-Rennen in Monaco und das verlorene Champions League-Finale des FC Bayern.

Michael Schumacher über die Entwicklung von Stefan Bradl: Ich drücke ihm natürlich kräftig die Daumen und finde das klasse, wie er das in der ganzen Zeit gemacht hat. Ich habe ihn auch schon bei den 125ern verfolgt, in der Zeit war ich ja selber noch aktiv. Erst der Aufstieg und wie er das jetzt auch in der MotoGP umsetzt - alle Achtung!

Über seinen Respekt vor den MotoGP-Piloten: Ich zähle auch zu denjenigen, die jede Menge Respekt haben, vor dem was die Jungs in jeder Hinsicht machen. Nicht umsonst kann eigentlich jeder guter Motorradfahrer auf einem Vierrad relativ schnell sein. Umgekehrt vom Vierrad aufs Zweirad ist das eine andere Nummer.

Über seine Leidenschaft, Motorrad zu fahren: Für mich ist das einfach im Verhältnis zum Vierrad Motorsport auf einer ganz anderen Ebene. Du bist viel näher dran. Da bist du viel mehr ausgesetzt, weil du einfach frei drauf sitzt und mit dem Knie am Boden bist. Du spürst jede Unebenheit. Das hast du im Auto auch, aber das ist einfach ein ganz anderes Gebiet. Für mich ist dieses andere Gebiet das, was mich natürlich reizt, weil ich da keine Erfahrungen habe. Das ist etwas völlig neues und macht einfach tierisch viel Spaß.

Über die Aussicht, in dieser noch auf das Motorrad zu steigen: Ich weiß nicht, ob es unbedingt bei einem offiziellen Event sein muss, aber ich würde natürlich gerne die Gelegenheit nutzen, so ein Ding im Privaten zu testen. Vielleicht ergibt sich das ja.

Über die Ausgangslage für das Formel-1-Rennen in Monaco, bei dem er fünf Plätze nach hinten versetzt wird: Das bedeutet für mich dann Startplatz sechs im Rennen - insofern geht es nach vorne (lacht).

Über das Champions League-Finale: Ich habe mitgelitten. Wir haben natürlich alle die Daumen gedrückt, keine Frage da zähle ich auch dazu. Es ist einfach schade. So ist es aber im Sport: Es geht nicht immer so, wie man sich das gerne vorstellt, und es ist leider auch nicht immer ganz so gerecht, wie es sein sollte. Deswegen ist es Sport.

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