Der Franzose Sebastien Ogier (29) hat am Donnerstagabend nach den beiden ersten von insgesamt 16 Wertungsprüfungen die Führung der zur Weltmeisterschaft zählenden Rallye Deutschland übernommen.

Der VW-Werkspilot hat im neunten von 13 WM-Läufen mit seinem Co-Piloten Julien Ingrassia im VW Polo R WRC einen Vorsprung von 5,7 Sekunden auf seinen finnischen Markenkollegen Jari-Matti Latvala.

Richtig zufrieden war Ogier aber trotz der überlegen gefahrenen Runden aber nicht: "Das Auto hat stark untersteuert, damit bin ich nicht glücklich."

Dritter ist nach dem Auftakt in der Eifel der Belgier Thierry Neuville (Ford) mit einem Rückstand von 9,7 Sekunden.

Bester deutscher Fahrer nach zwei Wertungsprüfungen ist der Sachse Sepp Wiegand (Zwönitz/Skoda) als 13., der 22-Jährige haderte aber mit sich selbst: "Zeitweise war ich zu nervös und zu aggressiv."

Die Rallye wird am Freitag mit den Prüfungen in den Mosel-Weinbergen, am Samstag mit den "Königsetappen" auf einem ehemaligen Militärgelände in Baumholder (Hunsrück) und im Saarland sowie am Sonntagmorgen mit zwei abschließenden Wertungsprüfungen in der Nähe von Trier fortgesetzt.

Ogier kann sich beim deutschen WM-Lauf im Falle eines Sieges und bei gleichzeitigen Patzern der Konkurrenz vorzeitig den Fahrer-Titel sichern.

Volkswagen war erst zu Beginn dieser Saison mit dem neuen 315 PS starken VW Polo R WRC in die WM eingestiegen.

Der veranstaltende ADAC erwartet an den vier Rallyetagen etwa 200.000 Zuschauer an den Wertungsprüfungen im Großraum Trier.

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