Bei Dani Sordo spielte die Technik berhaupt nicht mit © xpbimages.com

Dani Sordo wird in Argentinien von vielen technischen Problemen ausgebremst - Der Hyundai-Fahrer konnte nie sein Potenzial zeigen

Für Dani Sordo hat sich die Reise nach Argentinien nicht ausgezahlt. Nach seinen starken Leistungen in Portugal erhielt er auch für die Rallye in Südamerika das Cockpit des zweiten Hyundai i20 WRC. Es startete mit der Bestzeit im Shakedown auch vielversprechend. In der Superspecial am Donnerstagabend sortierte sich der Routinier als Siebter ein. Als die Rallye am Freitag schließlich richtig begann, fingen die technischen Probleme an. Sordo konnte nie seinen Speed zeigen.

Schon auf den ersten Kilometern von WP2 wurde eine Verbindung zwischen dem Turbolader und dem Kühler locker. Es entstand ein Loch und der Luftruck für den Turbo fiel in den Keller. Zwischen WP2 und WP3 versuchte Sordo den Schaden notdürftig zu reparieren. Der Defekt war aber zu komplex und konnte nicht behoben werden. Sordo komplettierte WP3, verlor aber einige Minuten. Im Mittagsservice versuchten die Hyundai-Mechaniker den Schaden zu beheben.

In WP4 fuhr Sordo auch eine Topzeit, doch in WP5 brach ein Auspuffrohr. "Es war ein enttäuschender und frustrierender Tag für mich. In der Superspecial und am Vormittag fühlte ich mich im Auto wohl und war zuversichtlich. Die Bedingungen waren aber eine große Herausforderung - die schlechtesten, die wir je gesehen haben. Dann hatten wir ein Problem mit einem Kühlrohr und mussten mit reduzierter Motorleistung fahren."

"Deshalb verloren wir in WP2 viel Zeit. Wir versuchten es zu reparieren, aber es war nicht möglich", schildert Sordo die Abläufe. "Dann trat in WP5 ein Problem mit dem Auspuff auf. Wir konnten nichts tun und mussten aufgeben." Die Mechaniker reparierten den i20 wieder und Sordo nahm den Samstag in Angriff. Die Defektserie setzte sich aber fort. In WP6 fuhr er zu hart in einen Straßengraben. Dadurch wurden Motorteile beschädigt, inklusive dem Kühler für den Turbo.

Im Service entschied sich Hyundai schließlich für die Aufgabe. Die Mechaniker hatten auch einen Druckabfall im Ölkreislauf entdeckt. "Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Das Team hat hart gearbeitet, um das Auto wieder vorzubereiten. Wir wollten nach Rallye2-Reglement weiterfahren, um Erfahrungen bei dieser harten Rallye zu sammeln. Schon nach wenigen Kilometern habe ich einen Graben hart getroffen, wodurch Schäden beim Motor auftraten."

"Wir müssen diese Rallye als charakterbildend sehen", versucht Sordo die Enttäuschung abzuhaken. "Wir sind ein junges Team und müssen an jedem Wochenende die positiven Elemente mitnehmen. Ich glaube, dass alle angesichts dieser Probleme Professionalität gezeigt haben. Wir haben viel gelernt." Bei der nächsten Rallye in Italien wird Hyundai wieder drei Autos einsetzen.

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