Jari-Matti Latvala trennt nur noch die Power Stage vom Sieg in Argentinien © Volkswagen

Volkswagen steht vor dem nächsten Triumph: Sebastien Ogier akzeptiert seine Niederlage in Argentinien - Jari-Matti Latvala ist auf Kurs zum zweiten Saisonsieg

Jari-Matti Latvala fährt seinem zweiten Saisonsieg entgegen. Der Volkswagen-Werksfahrer kontrollierte am Sonntag die Rallye Argentinien und baute seinen Vorsprung auf Teamkollege Sebastien Ogier kontinuierlich aus. Der Weltmeister akzeptierte seine Niederlage und nahm Tempo heraus. Somit führt Latvala vor der abschließenden Power Stage mit 1:37.5 Minuten Vorsprung vor Ogier. Citroen-Werksfahrer Kris Meeke ist als Dritter auf Kurs zu seinem zweiten Podestplatz. Die Bestzeiten in den Prüfungen elf bis 13 stellte Mikko Hirvonen (Ford) auf.

Das Wetter spielte am Sonntag eine Rolle, denn über den Schotter-Straßen hing dichter Nebel. Dazu war es feucht und sehr matschig. Die letzte Etappe wurde mit der 22,07 Kilometer langen Prüfung von Giulio Cesare nach Mina Clavero eröffnet. Von den Bergen ging es steil bergab. Ogier war um 16,4 Sekunden langsamer als Latvala und musste seine Niederlage anerkennen. "Ich habe in dieser Prüfung nicht gepusht. Es ist eine Lotterie, deshalb bin ich nur durchgefahren", spricht der Franzose das Wetter an.

"Wir können nicht immer gewinnen, aber ich bin zufrieden, denn es zeigt, dass Siege nicht einfach sind. Jari-Matti verdient es." Latvala vergrößerte seinen Vorsprung in WP11 somit auf 47,6 Sekunden. Meeke fuhr souverän auf dem dritten Platz und leistete sich keine Fehler. "Es läuft perfekt, denn ich kann es mir leisten, 1,5 Sekunden pro Kilometer zu verlieren. Ein dritter oder vierter Platz ist kein Problem."

Meeke hatte nach WP11 eineinhalb Minuten Vorsprung auf Andreas Mikkelsen (Volkswagen). Weitere eineinhalb Minuten dahinter folgte Thierry Neuville (Hyundai) als Fünfter. Robert Kubica (Ford) verteidigte Rang sechs, obwohl Elfyn Evans (Ford) nur noch 16 Sekunden Rückstand hatte. Nasser Al-Attiyah (Ford) verteidigte als Neunter die Führung der WRC2-Wertung. Die Bestzeit in WP11 stellte Ford-Pilot Mikko Hirvonen auf. Damit übernahm der Finne Platz zehn von Mads Östberg (Citroen).

Der Norweger hatte große Schmerzen in seiner angeschlagenen Hand und verlor über eine Minute auf Hirvonen. Östberg absolvierte anschließend noch WP12, fuhr dann aber in den Service-Park und gab auf. Die Schmerzen waren zu groß. Die zwölfte Wertungsprüfung ist ein Höhepunkt der Rallye Argentinien. "El Condor - Copina" führte über 16,32 Kilometer und am Streckenrand hatten sich unzählige Fans versammelt.

Das Duell um den Sieg war endgültig entschieden, denn Ogier hatte das Tempo deutlich reduziert. Latvala war in WP12 um knapp 20 Sekunden schneller und vergrößerte seinen Vorsprung damit auf 1:07,5 Minuten. Aufgrund der Straßenverhältnisse gingen es die Fahrer vorsichtig an, denn die Zielankunft steht am Sonntag im Mittelpunkt. "Es war extrem gefährlich", berichtet Meeke. "Der Matsch ist sehr tief . Es ist die schwierigste Prüfung, die ich je gefahren bin. Verrückt." Dazu kam der Nebel. Die Bestzeit stellte erneut Hirvonen auf.

Anschließend wurde erneut die "Mina Clavero"-Prüfung absolviert. Hirvonen setzte seine starke Vorstellung fort und fuhr wieder die schnellste Zeit. Damit überholte der M-Sport-Pilot Al-Attiyah und schob sich auf Rang neun nach vor. Ansonsten gab es keine Platzverschiebungen. Im Duell um Platz sechs kam Evans bis auf fünf Sekunden an Kubica heran. Ogier war erneut deutlich langsamer als Latvala. Somit hat der Finne vor der abschließenden Power Stage 1:37,5 Minuten Vorsprung.

Gesamtwertung nach 13 von 14 Prüfungen (Top 10):

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