Jari-Matti Latvala kehrte als Fhrender in den Service-Park zurck © Volkswagen

Traumstart in Tag eins: Volkswagen Dreifach-Führung in Argentinien: Latvala vor Ogier und Mikkelsen - Schwierige Bedingungen fordern Mensch und Material

Volkswagen ist erfolgreich in die Rallye Argentinien gestartet. Nach der ersten Hälfte des Rallye-Freitags liegen die drei Polo R WRC in Führung. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila gehen mit 3,3 Sekunden Vorsprung auf die Weltmeister Sebastien Ogier/Julien Ingrassia und 18,5 Sekunden auf Andreas Mikkelsen/Mikko Markkula in die zweite Schleife des Tages.

Die Rallye Argentinien erwies sich bereits auf den ersten Wertungsprüfungen als extremer Härtetest für Mensch und Material. Drei der elf gestarteten World-Rally-Cars verloren viel Zeit durch Zwischenfälle. "Es ist natürlich ein schönes Gefühl, die Rallye Argentinien im Moment anzuführen, aber der Vorsprung ist knapp und der Weg bis zum Ziel noch sehr weit", leibt Latvala am Boden der Realität.

"Die erste Prüfung heute früh war im Renntempo noch rauer und härter als befürchtet - es spricht auch für die Zuverlässigkeit des Polo, dass wir sie problemlos gemeistert haben. Während der Prüfungen hatten wir nur wenige Zwischenzeiten, um unser Tempo mit dem der Konkurrenz zu vergleichen, daher haben wir uns vor allem auf unsere Fahrt konzentriert."

Sein Teamkollege Ogier stellte eine Bestzeit auf und musste sich in WP3 Latvala beugen. "Obwohl wir als Erste auf die Strecke mussten, waren die Bedingungen besser als erwartet. Insgesamt lief der Vormittag mit den beiden langen Prüfungen sehr gut für uns, das war eine saubere Leistung", nickt der Weltmeister zufrieden. "Mal war der Untergrund feucht vom Morgennebel, dann gab es aber auch zahlreiche trockene Abschnitte."

"Besonders die erste Prüfung des Tages war extrem hart für das Material, es wird in jedem Fall eine harte Rallye, auch für die Mechaniker. Zum Glück lief für uns im Gegensatz zur Konkurrenz alles problemlos." Dagegen bekam Mikkelsen in WP3 Schwierigkeiten mit der Servolenkung. "Als Rallye-Fahrer will man immer attackieren. Aber das natürlich mit der gebotenen Vernunft, um am Ende auch das Ziel zu sehen."

"Diesen Rhythmus zu treffen ist mir eigentlich gut gelungen", streicht der Norweger das Positive hervor. "Leider habe ich auf der 52-Kilometer-Prüfung einen Stein getroffen und die Servolenkung hat nicht mehr perfekt funktioniert. Das hat etwas Zeit gekostet, aber mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden." Sein Rückstand auf Latvala wuchs dadurch auf 32 Sekunden an.

Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito ist angesichts des Zwischenergebnisses sehr erfreut: "Wir haben die Rallye Argentinien so begonnen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir wollten fehlerfrei durch die Auftaktprüfungen kommen. Das ist uns gelungen. Aber die ersten beiden Prüfungen auf der Schleife heute Morgen waren auch ein Weckruf."

"Wir müssen hellwach bleiben und weiter konzentriert daran arbeiten, um die Rallye Argentinien am Ende auch für uns zu entscheiden. Dazu muss man das Ziel sehen, aber auch so schnell wie möglich fahren. Diese Balance zu treffen, ist auf diesen anspruchsvollen Prüfungen nicht leicht."

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