Ganz so wild muss es fr Kaj Lindstrm in Argentinien nicht wieder werden... © xpbimages.com

An der Seite von Tommi Mäkinen erlebte Kaj Lindstöm einst einen schweren Unfall, nun kehrt der Co-Pilot in Argentinien erneut an den Ort zurück

Kaj Lindström war auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als ihn ein schwerer Unfall bei der Argentinien-Rallye vor zwölf Jahren beinahe seine weitere Laufbahn gekostet hätte. Der Finne, heute Beifahrer von Jari Ketomaa, saß damals an der Seite des vierfachen Rallye-Weltmeisters Tommi Mäkinen, als sich der Subaru des Routiniers bei hoher Geschwindigkeit mehrfach überschlug und schließlich abseits der Piste im Unterholz landete.

Zwar konnten beide Piloten dem Auto entsteigen, doch fortan plagte sich Lindström mit Problemen an der Hüfte rum - so sehr, dass er einige Jahre später deswegen sogar unters Messer musste: "2007 musste ich mich operieren lassen, da wurde mir ein Implantat eingesetzt. Es stand alles auf dem Kopf, als die Ärzte mir sagten, dass ich nicht mehr in ein Rallye-Auto steigen kann", erinnert er sich bei 'wrc.com'.

Damals war er nach dem Karriereende von Mäkinen als Co-Pilot bei Kristian Sohlberg und Tobias Johansson eher unauffällig unterwegs gewesen, doch die Nachricht war für den Finnen natürlich ein großer Schock. Erst ein Jahr später teilte ihm ein Arzt der FIA mit, dass er doch wieder an Rallyes teilnehmen würde können. "Ich war so glücklich, wieder zurück im Rallye-Auto zu sein, nachdem mir zuvor gesagt wurde, dass ich nie wieder Co-Pilot sein könne", lacht Lindström.

Doch ruhig angehen lassen konnte es der Finne nicht: Sein nächster Partner sollte ausgerechnet Ex-Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen sein, der mit seinem wilden Fahrstil häufiger mit den diversen Streckenbegrenzungen Bekanntschaft machte. Mittlerweile nimmt Lindström neben Jari Ketomaa in der WRC2 Platz, den er mit seiner Erfahrung so gut es geht unterstützt. Doch das scheint der junge Landsmann manchmal gar nicht nötig zu haben.

"Jari war lange knapp an den Top 4 dran und er ist ein wirklich talentierter Fahrer. Er ist im Auto sehr ruhig mir gegenüber und ich muss ihm nichts beibringen", ist Lindström zufrieden. "Er weiß was er als Fahrer zu tun hat. Aber vielleicht kann ich ihn in manchen Situationen doch beruhigen. Das ist das Wichtigste an meiner momentanen Rolle." Am kommenden Wochenende kommt Lindström allerdings wieder an den Ort, der beinahe seine Karriere zerstört hätte. Auf ein erneutes Erlebnis jener Art kann er dabei gerne verzichten: "Ich will in diesem Jahr nicht noch einmal auf diese Achterbahn", lacht er.

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