Dani Sordo muss auf die Entscheidung von Citroen warten © Citroen

Mit den jüngsten Leistungen hat Dani Sordo auf sich aufmerksam gemacht - Trotzdem weiß der Spanier noch nicht wie es im nächsten Jahr weitergehen wird

2013 ist ein Schicksalsjahr für Dani Sordo. Der Spanier erhielt von Citroen eine letzte Chance, sich im Werksteam zu beweisen. Vor Saisonbeginn sagte Sordo klar, dass er aufhören kann, wenn er nicht gewinnt. Es sah auch danach aus, denn nach der schwachen Vorstellung in Finnland wackelte sein Sitz gehörig. Citroen-Teamchef Yves Matton setzte Kris Meeke in Australien in den DS3. Davor fand aber noch die Rallye Deutschland statt. Sordo, der als Asphaltspezialist gilt, nutzte seine Chance und eroberte seinen allerersten WRC-Sieg.

Seither ist der 30-Jährige wie ausgewechselt. Er strotzt vor Selbstvertrauen, ist bester Stimmung und setzte in Frankreich seinen guten Lauf mit Platz zwei fort. Matton honorierte die guten Leistungen und setzt Sordo auch beim Saisonfinale in Wales ins Auto. Auch für die kommende Saison steht der Spanier auf der Liste von Citroen. Es werden aber auch andere Namen genannt, wie Mads Östberg, Robert Kubica und Meeke.

Viele Alternativen hat Sordo nicht. "Ich habe nicht viele Optionen. Hyundai spricht mit allen Fahrern. Das ist eine Option, aber viel mehr habe ich nicht", blickt er einer ungewissen Zukunft entgegen. Würde ein weiterer Sieg seine Chancen erhöhen? "Ich glaube nicht, dass eine Rallye eine große Hilfe bei einer Entscheidung ist. Für mich als professionellen Fahrer braucht man viele Dinge. Ich habe viele Dinge, aber wenn das nicht reicht, dann kann ich etwas anderes machen."

"Wir können die schlechten Dinge verbessern. In Deutschland habe ich nicht viel gelernt, weil wir gewonnen haben, aber in Finnland war das Gefühl nicht gut", merkt er selbstkritisch an. "Wir müssen in diese Richtung weiterarbeiten. Auf Asphalt gebe ich immer mein Bestes. Einige Rallyes gewinnen wir, aber andere nicht, obwohl wir alles gleich machen. Trotzdem bin ich mit meiner Performance zufrieden."

Der Sieg in Deutschland hat alles verändert. Sordo hat vor den letzten beiden Rallyes der Saison auch noch Chancen auf die Vizeweltmeisterschaft. "Wenn man eine Rallye gewinnt, dann ist es fantastisch. Es ist schwierig dieses Gefühl zu erklären. Obwohl ich in Frankreich nicht gewonnen habe, war es zwischen fünf Fahrern sehr, sehr eng. Es war unglaublich."

Das Tal des Sommers, als hauptsächlich auf Schotter gefahren wurde, ist durchschritten. "Wir hatten zu Saisonmitte Mühe. Es gab einige schwierige Rallyes, wo das Gefühl für das Auto nicht optimal war. Jetzt auf Asphalt bin ich zuversichtlich. Ich bin schon einige gute Rallyes auf Asphalt gefahren."

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