Im Vorjahr gewann Rekordweltmeister Sebastien Loeb in Spanien © xpbimages.com

Zwei Tage Asphalt und einen Tag Schotter: Die Rallye Spanien ist mit ihren 15 Wertungsprüfungen ein Unikat im Kalender und eine Herausforderung für die Teams

Der vorletzte Lauf der Rallye-WM 2013 ist ein echtes Unikat - und eine Rallye der Gegensätze. An den ersten beiden Tagen ist die Rallye Spanien eine klassische Asphalt-Rallye, verwandelt sie sich am Sonntag in ein reinrassiges Schotter-Event. Dieser Wechsel bedeutet für die Ingenieure und die Mechaniker Stress pur. In nur 75 Minuten müssen die Autos von Asphalt-Abstimmung auf Schotter-Setup umgebaut werden.

Hierbei werden nicht nur die Dämpfer und Federn getauscht, sondern beispielsweise auch die Fahrzeughöhe angepasst und ein dickerer Unterbodenschutz montiert. Dazu kommen Wechsel von Aufhängungsteilen, Differenzial und Getriebe. Und anstatt der pro Rad samt Felge 21 Kilogramm schweren Asphalt-Reifen kommen auf den letzten sechs Wertungsprüfungen die vier Kilogramm schwereren Schotter-Pneus mit grobem Profil zum Einsatz.

Eine große Herausforderung stellen diese Gegensätze auch für die Fahrer dar. Zum Auftakt müssen die Piloten am Freitagabend bei völliger Dunkelheit die ersten drei Wertungsprüfungen (WP) der Rallye meistern, wenn sie sich vom zeremoniellen Start in Barcelona dem Rallye-Zentrum im Badeort Salou nähern. Am Samstag stehen im bergigen Hinterland der Costa Daurada sechs weitere Wertungsprüfungen auf Asphalt auf dem Programm, darunter gleich zwei Mal die wegen ihrer spektakulären Spitzkehren von den Fans geliebte "El Priorat". Mit 42,04 Kilometer Länge ist sie zugleich die längste WP der Rallye.

Nach 217,38 Wertungskilometern folgt schließlich der krasse Wechsel. Am Sonntag bietet sich den Teams ein vollkommen anderes Bild, das Gesicht der Rallye wandelt sich komplett. Drei abschließende Schotter-Prüfungen, die im Laufe des Tages zwei Mal durchfahren werden, führen das Teilnehmerfeld bis an den westlichen Rand Kataloniens.

Mehr als an den beiden vorangegangenen Tagen kann nun die Startposition eine entscheidende Rolle für den Ausgang der Rallye spielen: Sollte es trocken sein, bleibt der Staub der zuerst gestarteten World-Rally-Cars in den Tälern der hügeligen Landschaft regelrecht stehen. Freie Sicht ist den Fahrern hier also selbst am helllichten Tag keineswegs garantiert.

Freitag: 25.10.:

Samstag: 26.10.:

WP7: El Priorat 2; Distanz: 42,04 Kilometer

Sonntag: 27.10.:

WP13: Gandesa 2; Distanz: 7,00 Kilometer

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