Wo geht es in Zukunft hin? Robert Kubica will eine "gute Mglichkeit" erhalten © ERC

Rallye-Quereinsteiger Robert Kubica sieht sich nach Möglichkeiten für die kommende Saison in der WRC um - Gespräche laufen auch mit M-Sport

Robert Kubica wird bei seinen öffentlichen Auftritten bei Rallyes oder anderen Veranstaltungen von Fans und Medienvertretern umschwärmt. Als ehemaliger Formel-1-Pilot ist der Pole bekannt und zieht Aufmerksamkeit auf sich. Bei der Frage nach seiner Zukunft im Rennsport gibt er sich allerdings meistens wortkarg. Bei der Rallye Spanien kann Kubica die WRC2-Gesamtwertung für sich gewinnen. Nur was kommt danach? Auf der einen Seite bereitet sich Citroen akribisch auf den Einstieg in die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC vor.

Citroen-Sportchef Yves Matton hat bereits durchklingen lassen, dass er Kubica gerne das eine oder andere Rennen fahren lassen will. Eine volle WTCC-Saison 2014 ist aber ausgeschlossen. Beim WRC-Projekt von Citroen gibt es noch viele Fragezeichen. Sollte sich Kubica für eine Fortsetzung seiner Rallye-Karriere entscheiden, so will er eine "gute Möglichkeit" erhalten: Er möchte ein Werksauto in der Topklasse.

"Ich muss zunächst sehen, ob es für mich gute Möglichkeiten gibt. Natürlich wird es in den kommenden Wochen einige Gespräche geben, aber ich habe meine Entscheidung noch nicht getroffen. Wenn ich keine guten Möglichkeiten habe, dann gehe ich vielleicht zurück auf die Rundstrecke. Ich weiß es nicht. Wenn ich es also nicht weiß, dann weiß es derzeit niemand", sagt der einfache Grand-Prix-Sieger klar.

Kubica präzisiert auch, was für ihn eine "gute Möglichkeit" genau ist: "Ich kommen von einer sehr professionellen Serie, der Formel 1. Es ist sehr schwierig so ein Level zu erreichen, aber wenn ich im Rallye-Sport weitermachen will, dann muss ich sichergehen, dass ich ein gutes Programm mit vielen Testfahrten habe, damit ich mich verbessern und entwickeln kann - damit ich gute Arbeit leisten kann. Ich glaube, dass ich gezeigt habe, dass ich in der WRC einen guten Job machen kann, aber es ist noch ein langer Weg."

"Wenn ich den nächsten Schritt vorwärts machen will, dann muss alles richtig geplant und unter Kontrolle sein. Es ist heutzutage nicht einfach, denn es gibt nicht viele Plätze und nur beschränkte Möglichkeiten." Abgesehen von Volkswagen sind die meisten Topautos für die kommende Saison noch nicht besetzt. Zudem kommt mit Hyundai ein neuer Hersteller in die WRC. Da Citroen Kubica auch beim WTCC-Projekt Möglichkeiten anbieten kann, finden Gespräche statt.

Aber es gibt auch Kontakt zu M-Sport, wie M-Sport-Boss Malcolm Wilson bei 'Autosport' bestätigt: "Ja, wir sprechen mit Robert, aber wir sprechen mit vielen Fahrern über die nächste Saison. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie wir ihn eingliedern könnten. Er hat ohne Zweifel den Speed, aber ich glaube, dass wir noch mehr Speed von ihm sehen werden. Eines ist sicher: Sollte er zu uns kommen, dann werden wir uns sehr gut um ihn kümmern."

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