Dani Sordo hat nach den jngsten Erfolgen viel Selbstvertrauen getankt © xpbimages.com

Sieg in Deutschland, Platz zwei in Frankreich: Dani Sordo wird seinem Ruf als Asphalt-Spezialist gerecht - Sein Selbstvertrauen ist wieder sehr groß

Nach der Rallye Finnland sah die Zukunft von Dani Sordo bei Citroen düster aus. Für die Schotter-Rallye in Australien setzte Teamchef Yves Matton Kris Meeke ins Auto. Es war ein Weckruf für Sordo, denn in Deutschland zeigte er eine makellose Leistung und feierte seinen ersten WRC-Sieg. Seither strotzt der Spanier vor Selbstbewusstsein, ist gut gelaunt und vor allem schnell und fehlerlos. Bei der Rallye Frankreich kämpfte Sordo von Start bis ins Ziel um den Sieg mit und musste sich schließlich um 12,2 Sekunden dem neuen Weltmeister geschlagen geben.

Wann realisierte Sordo, dass der Sieg gegen Sebastien Ogier (Volkswagen) nicht machbar war? "Am Samstag ist Sebastien sehr gut gefahren. Heute ist er in der ersten Prüfung viel Risiko eingegangen, ist sehr gut gefahren und hat uns alle deutlich geschlagen. Danach wurde es für uns schwierig. Ich versuchte es in der nächsten Prüfung, aber die Bedingungen waren wieder schwierig und rutschig. Deshalb entschied ich mich dazu, mit Jari-Matti um den zweiten Platz zu kämpfen", nennt Sordo die entscheidenden Gründe.

Sebastien Loeb rutschte in seiner letzten Rallye von der Strecke und Mikko Hirvonen spielte im Laufe der Rallye nie eine entscheidende Rolle. Sordo hielt im Ziel die Citroen-Fahne hoch. Der erste Sieg hat den 30-Jährigen positiv verändert. "Natürlich ist mein Selbstvertrauen größer als vorher. Dazu kommen noch solche Kämpfe. Das ist natürlich sehr schön. Wenn man gewinnt, dann ist es sehr gut, aber am Samstag haben wir fünf Leute innerhalb weniger Sekunden gesehen. Das ist nicht nur für die Fans gut, sondern auch für mein Selbstvertrauen, wenn ich gegen zwei Weltmeister kämpfen kann."

Auch sein Co-Pilot Carlos del Barrio genoss den Kampf um die Spitze: "Für mich war es eine unvergessliche Woche, denn es war aus mehreren Gründen eine einzigartige Rallye. Ich bin stolz, dass ich Teil dieser Show war, denn so etwas wird es in der Zukunft nicht so schnell wiedergeben. Fünf Crews haben um den Sieg gekämpft und die Atmosphäre in den Prüfungen war etwas Besonderes", schwärmt der Beifahrer. "Nach diesem schwierigen Sommer freuen sich Dani und ich auf Catalunya."

"Wir wollen Vizeweltmeister werden, aber das hängt auch von Thierry und Jari-Matti ab. Wir werden es versuchen." Derzeit ist Sordo WM-Vierter und hat 26 Punkte Rückstand auf Thierry Neuville, der als WM-Zweiter Frankreich verlässt. Del Barrio hofft, dass man den Belgier noch abfangen kann: "Wenn sich Dani im Auto wohlfühlt, dann kann er mit Vollgas fahren. Er hat Spaß im Auto. Ich glaube, dass wir in den nächsten Events viele Punkte holen können."

Trotz der knappen Niederlage ist Sordo frohen Mutes für die kommenden Wochen: "Mein Gefühl ist großartig, aber wir müssen abwarten. Die Rallye wird ähnlich wie hier sein. Sebastien wird wieder voll attackieren. Jari-Matti ist nun ebenfalls auf Asphalt gut. Neuville ist ohnehin schnell. Ich finde, dass ist für alle gut. Der letzte Tag in Spanien findet zwar auf Schotter statt, aber ich habe auch für Schotter ein gutes Gefühl."

Weiterlesen