Platz zwei in der Power Stage war fr Thierry Neuville nicht genug © M-Sport

Mit der verpassten Bestzeit in der Power Stage kann Thierry Neuville Sebastien Ogier auch rechnerisch nicht mehr einholen - Der Ford-Pilot will in Frankreich gewinnen

Thierry Neuville hatte es bei der Rallye Frankreich in der Hand, den Titelgewinn für Sebastien Ogier noch hinauszuzögern. Die Rechnung war einfach: Um Ogier noch abfangen zu können, hätte Neuville in Frankreich, Spanien und Großbritannien nicht nur gewinnen müssen, sondern jeweils auch die drei Bonuspunkte in der Power Stage sammeln müssen. Gleichzeitig hätte Ogier bis zum Saisonende keinen einzigen WM-Punkt holen dürfen. Die Ausgangsposition war demnach in erster Linie mathematischer Natur.

Als Neuville in der Power Stage, die in Frankreich ausnahmsweise als erste Prüfung ausgetragen wurde, hinter Dani Sordo (Citroen) Zweiter wurde, war klar, dass Ogier der WM-Titel auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen war. "Wir haben alle gewusst, dass Ogier in diesem Jahr Weltmeister wird. Jetzt ist er es etwas früher als ich mir gewünscht habe", kommentiert Neuville den Ausgang der Power Stage. "Ich habe in der Power Stage versucht eine gute Zeit zu setzen, aber Dani hat eine sehr gute Zeit aufgestellt."

"Ich überhitzte meine weichen Reifen etwas zu früh und verlor gegen Ende immer mehr Zeit. Es ist etwas schade, aber ich weiß, dass ich es versucht habe. Ich war auch schneller als Sebastien. Er muss sich bei Dani bedanken, denn wenn er nicht so schnell gewesen wäre, dann wäre Seb heute noch nicht Weltmeister." Da die Titelentscheidung 2013 nun unter Dach und Fach ist, liegt die Konzentration auf der Rallye.

Neuville zählt zu den Asphalt-Spezialisten und da er zuletzt fünfmal in Folge auf dem Podest stand, zählt der Ford-Pilot auch zu den Siegkandidaten. Klappt es in Frankreich mit dem ersten Triumph? "Ich weiß es nicht. Alles ist möglich. Wir haben den Speed und das Auto ist gut. Sollte es regnen, dann wäre es für mich positiv, denn ich bin es gewohnt in Belgien im Regen zu fahren. Das sollte kein Problem sein", hofft er auf einen kleinen "Heimvorteil". "Ich blicke nach vorne und hoffe auf ein weiteres starkes Resultat."

"Natürlich möchte ich in diesem Jahr noch einen Sieg feiern. Deshalb werde ich es sicher versuchen, aber gleichzeitig muss ich auch daran denken, dass ich auf der Straße bleibe und WM-Punkte sammle." Wie viel Risiko würde der 25-Jährige für seinen ersten Sieg eingehen? "Es hängt davon ab. Wenn ich von Freitagvormittag bis zum Ende ein Risiko gehen muss, dann ist es nicht möglich. Sollte ich aber am Sonntag noch eine Chance auf den Sieg habe, dann werde ich mehr Risiko nehmen."

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