Die Natur soll durch die Groveranstaltung keinen Schaden nehmen
Jari-Matti Latvala erlebte einen schwierigen Tag und schied vorzeitig aus © Volkswagen

Auch Jari-Matti Latvala scheidet bei der Rallye Deutschland aus und muss auf das Rallye-2-Reglement zurückgreifen - Volkswagen verpasst den Heimsieg

Volkswagen hat am dritten Tag der Rallye Deutschland einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila schieden beim Heimspiel der Marke in Führung liegend vorzeitig aus und kehren am Sonntag unter Rally-2-Reglement als Siebte des Gesamtklassements zurück. Bereits am Vortag mussten Sebastien Ogier/Julien Ingrassia vorzeitig aufgeben, nachdem sie ebenfalls von der Strecke gerutscht waren. Nach ihrem Start unter Rally-2-Reglement und 25 Strafminuten, werden sie nach Ablauf des dritten Tages als 24. gewertet. Am dritten Rallye-Tag erreichten sie drei von fünf möglichen Prüfungsbestzeiten.

"Bis zum Ausrutscher in der zwölften Prüfung war es unsere bislang beste Asphalt-Rallye - wir lagen zum ersten Mal in Führung und der Sieg war in greifbarer Nähe", so Latvala. "Leider bin ich schon am Vormittag rausgerutscht, dabei wurden die Beifahrertür beschädigt. Nach dem Service auf dem Weg zur nächsten Prüfung stellten wir fest, dass Miikkas Tür immer wieder aufging. Er musste sie mit der einen Hand festhalten, mit der anderen Hand blätterte er im Aufschrieb."

"An einer besonders glitschigen Stelle kam unsere Kommunikation einen Tick zu spät und wir trafen einen Stein am Streckenrand, dabei wurde die rechte Hinterradaufhängung beschädigt. Wir haben versucht, weiterzufahren, aber kurz vor dem Ende der Prüfung brach die Aufhängung komplett und wir rutschten von der Piste. Morgen werden wir versuchen, Punkte in der Hersteller-Wertung zu holen."

Ogier nutzte den Tag als Test unter Wettbewerbsbedingungen und war schnell unterwegs: "Heute früh war es etwas schwierig, die richtige Motivation zu finden. Aber das beste Mittel dagegen war es, die schnellsten Prüfungszeiten zu erzielen. Bei drei von fünf gefahrenen Wertungsprüfungen ist mir das heute gelungen. Von daher lief es sportlich recht gut für uns - im Gegensatz zu gestern. Außerdem haben wir ein anderes Setup ausprobiert, mit dem ich sehr zufrieden bin. Dass nach Jari-Mattis Ausfall nun wahrscheinlich kein Polo mehr aufs Podest kommt, ist sehr schade, aber auch das kann passieren. Verlieren gehört zum Sport dazu."

Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito kann keinen Erfolg nach Wolfsburg vermelden: "Nach zuletzt sehr erfolgreichen Rallyes und einem guten Auftakt für das Team bei der Rallye Deutschland mussten wir heute einen Rückschlag hinnehmen. Obwohl der Polo R WRC und unsere Fahrer bewiesen haben, dass Volkswagen auch auf Asphalt absolut konkurrenzfähig ist, sind wir dennoch aus dem Rennen um den Sieg. Sowohl Sebastien als auch Jari-Matti haben die Rallye Deutschland angeführt. Doch um am Ende zu siegen, braucht es auch eine Portion Glück. Das hatten wir in den vergangenen zwei Tagen nicht."

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