Bei der Deutschland Rallye kommt es im Rahmenprogramm zu einem Unfall mit zwei Toten. Das Rennen wird am Sonntag fortgesetzt.

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Trier - Nach dem tragischen Unfall am Rande der Deutschland-Rallye mit zwei Todesopfern wird das Rennen nicht abgebrochen.

Wie der Veranstalter am Samstagabend auf SPORT1-Anfrage bestätigte, habe man sich in Abstimmung mit dem Automobil-Weltverband FIA dazu entschlossen, die Rallye rund um Trier am Sonntag fortzusetzen

Zuvor waren bei einem Unfall im Rahmenprogramm Fahrer und Beifahrer eines niederländischen Teams ums Leben gekommen.

Die beiden Männer hatten bei einer privat veranstalteten Demonstrations-Fahrt in einem historischen Rallye-Fahrzeug vom Typ "Triumph TR7" bei nasser Strecke die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren.

Zuschauer nicht verletzt

Das Unglück passierte auf der Strecke "Arena Panzerplatte" kurz hinter der Sprungschanze "Gina", an der Autos rund 40 Meter weit fliegen.

Zuschauer wurden nicht verletzt.

Medienberichten zufolge soll der Wagen in den Wald gekracht sein. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Zweiter tödlicher Unfall

Das Unglück ist der zweite schwere Unfall im Rahmen einer Rallye innerhalb von kurzer Zeit.

Erst vor rund zwei Wochen waren Janina Depping (34) und Beifahrerin Ina Schaarschmidt (29) auf der fünften Wertungsprüfung der 54. Wartburg-Rallye mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 9 verunglückt.

Schaarschmidt starb noch an der Unfallstelle, Depping erlag vier Tage später ihren schweren Verletzungen.

Wertungsprüfung abgesagt

Nach Angaben des Polizeipräsidiums in Trier war der Unfall bei der Deutschland Rallye kurz nach 14.30 Uhr passiert.

Nach dem Sprunghügel sei das Auto von der Fahrbahn abgekommen und verunglückt. Beide Männer seien noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen erlegen, die sofort herbeigeeilten Rettungskräfte hätten nichts mehr für die beiden Niederländer tun können.

Die auf dieser Strecke für den späten Nachmittag geplante 14. Wertungsprüfung der Rallye wurde daraufhin abgesagt und wird auch nicht mehr nachgeholt.

VW-Duo fällt aus

Als Führender geht der Spanier Dani Sordo (Citroën DS3) vor dem Belgier Thierry Neuville (Ford Fiesta RS) auf die beiden letzten Wertungsprüfungen am Sonntag.

Für VW platzte das Unternehmen Heimsieg am Samstagmittag. Nach WM-Spitzenreiter Sebastien Ogier hatte auch der Finne Jari-Matti Latvala nach einem Unfall und einem Schaden an der Aufhängung in Führung liegend aussteigen müssen.

Latvala war zunächst auf dem spektakulärsten Abschnitt über die Panzerplatte, an dem sich später auch der tödliche Unfall im Rahmenprogramm ereignete, auf dem Truppenübungsplatz Baumholder verunfallt. Er war mit einem der "Hinkelsteine", den massiven Fahrbahnbegrenzungen der Strecke, kollidiert.

"Die Straße war nass, und wir haben uns ein bisschen gedreht. Da hatten wir sehr viel Glück", hatte der VW-Pilot noch gesagt. Nach einer Reparatur konnte er die Rallye zunächst fortsetzen.

Strafminuten für Latvala

Auf der folgenden Etappe "Stein und Wein" erwischte es den Finnen dann doch: Bei nasser Strecke kam sein Wagen von der Straße ab und beschädigte sich die Aufhängung.

Am Sonntag soll Latvala wieder starten, durch 15 Strafminuten hat er aber keine Chance mehr auf den Sieg.

Bereits am Freitag hatte Ogier auf der dritten Wertungsprüfung an der Mittelmosel einen Bremspunkt verpasst, war in einem Weinberg gelandet und hatte dabei die Aufhängung seines Autos zerstört.

Der Franzose war zwar zunächst weitergefahren, hatte seinen Polo R aber auf der folgenden Wertungsprüfung abstellen müssen und damit auch die weiteren Etappen am Freitag nicht mehr fahren können.

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