Dani Sordo startete mit der zweitschnellsten Zeit im Shakedown © Citroen

Dani Sordo steht vor der Rallye Deutschland unter Druck: Der Asphalt-Spezialist braucht für seine Zukunft in der Rallye-WM unbedingt ein gutes Ergebnis

Die Rallye Deutschland ist für Dani Sordo sehr wichtig für die Zukunft. Der Spanier ist zuletzt unter Druck geraten, denn seine Leistungen entsprachen nicht den Erwartungen. In Finnland fuhr der Citroen-Werksfahrer chancenlos hinterher. Er wurde von Kris Meeke, der weder das Auto kannte, noch in den vergangenen Monaten eine WRC-Rallye bestritten hat, vorgeführt. Sordo fuhr den DS3 praktisch nur ins Ziel und attackierte nicht. Beobachter meinen, dass es bei ihm eine reine mentale Geschichte ist. Insider sind sich auch sicher, dass er im nächsten Jahr nicht mehr für Citroen fahren wird. Für Sordo geht es nun um die Zukunft in der Rallye-WM.

Citroen war von Meeke derart beeindruckt, dass man den Nordiren bei der Rallye Australien ins Auto von Sordo setzen wird. Die Rallye Deutschland kann ein Knackpunkt werden. Sordo zählt auf Asphalt zu den stärksten Fahrern im Feld. Zudem ist Citroen in Deutschland ungeschlagen. Allerdings wartet Sordo immer noch auf seinen ersten Sieg. Mit Sebatien Ogier (Volkswagen) und Thierry Neuville (Citroen) warten starke Gegner auf den Spanier. Ist er diesem Druck gewachsen?

Vor dem Startschuss in Köln präsentiert sich Sordo ruhig und gelassen. "Ich fühle mich sehr gut. Mir gefallen dieser Untergrund und das Auto in dieser Konfiguration besser. Die Straßen sind auch schön zu fahren. Ich möchte mich gut schlagen, aber hauptsächlich möchte ich es genießen. Wenn ich es genieße, dann kann ich gut fahren", gibt sich der 30-Jährige zuversichtlich. "Es kann hier jeder gewinnen."

"Natürlich werde ich versuchen um den Sieg oder das Podium zu kämpfen. Mir gefällt diese Rallye sehr gut. Mit meiner Erfahrung können wir einen guten Job machen." Die Rallye begann am Mittwoch verheißungsvoll. Sordo stellte im Shakedown die zweitschnellste Zeit auf und war nur um sieben Zehntelsekunden langsamer als Jari-Matti Latvala (Volkswagen). "Ich bin sehr zufrieden wie es gelaufen ist. Wir probierten zwei unterschiedliche Dinge aus, aber am Ende gingen wir zurück auf die normale Abstimmung."

Auf Sordo warten nun 16 lange Sonderprüfungen, die womöglich seine Zukunft entscheiden könnten. Darüber will er aber nicht nachdenken. "Australien ist noch zu weit weg. Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich habe nicht genug Vertrauen auf Schotter. Kris hat es in Finnland gut gemacht. Wenn er dem Team etwas besser helfen kann, dann ist das gut. Wir haben die Entscheidung gemeinsam getroffen."

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