Der Ford Fiesta R5 fuhr bei seinem WM-Debüt auf Anhieb zum Sieg in der WRC2 © xpbimages.com

Sepp Wiegand erwartet, dass er sich mit dem Skoda Fabia S2000 bei der Rallye Deutschland gegen die Meute der Ford Fiesta R5 schwer tun wird

Die zweite Liga der Rallye-Weltmeisterschaft befindet sich im Umbruch. Während in der seit diesem Jahr WRC2 genannten Klasse in den vergangenen Jahren die S2000-Autos tonangebend waren, sind nun die Gruppe-R-Fahrzeuge im Vorteil. Vor allem der M-Sport neuentwickelte Ford Fiesta R5, der bei seinem WM-Debüt in Finnland von Jari Ketomaa überlegen zum Sieg gefahren wurde, aber auch die Regional-Rally-Cars (RRC) von Ford und Citroen machen den älteren S2000-Modellen wie dem Skoda Fabia das Leben schwer.

Nach Ansicht von Sepp Wiegand werden die neuen R5-Modelle - neben M-Sport arbeiten auch Peugeot und Citroen an entsprechenden Autos - schon bald die WRC2 dominieren. "Ich glaube, dass dieses Auto die Zukunft ist", sagt der Skoda Pilot im Podcast auf 'wrc.com'. "Ich denke, dass man rein vom Starterfeld her sieht, wo die Zukunft hingeht. Von denen, die in der WRC2 eingeschrieben sind, gibt es nur zwei Sauger. Und wir fahren gegen sieben oder acht Autos mit Turbo. Das wird natürlich schwer", sagt der Skoda-Pilot

In der Teilnehmerliste der Rallye Deutschland tauchen gleich sechs Ford Fiesta R5 auf, neben Wiegand setzt jedoch nur noch Markenkollege Haydon Paddon auf einen Skoda Fabia S2000 und damit auf ein Auto mit Saugmotor. Daher könnte der direkte Vergleich mit der WRC2-Konkurrenz nach Ansicht von Wiegand etwas hinken. "Das Hauptthema ist nicht unbedingt der Gegner, die Unbekannte ist das Fahrzeug. Wie schnell ist der R5 im Vergleich zu unserem S2000?"

Richtschnur für die eigene Leistung wird für Wiegand daher der Vergleich mit Markenkollege Paddon sein: "Der setzt für mich die Zeiten und ist vergleichbar vom Auto her." Ziel des jungen Sachsen ist bei seiner Heimrallye das Podium der WRC2, allerdings befürchtet Wiegand, dass er dabei im Vergleich zu seinen Rivalen mit stumpfen Waffen kämpfen muss. "Ich glaube, dass der Turbomotor in den Passagen mit den vielen Bergauf-Kehren im Vorteil ist. Gerade der R5 wird noch einmal schneller sein als der RRC. Man sieht, dass alle auf den R5 wechseln."

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