Sepp Wiegand meisterte die "Panzerplatte" im Vorjahr ohne Probleme © Volkswagen

Die "Arena Panzerplatte" ist die Königsprüfung der Rallye Deutschland - Skoda-Pilot Sepp Wiegand erklärt, worauf es auf den über 41 Kilometern ankommt

41,08 Kilometer über Asphalt und Betonplatten, spektakuläre Sprünge und am Straßenrand lauernde Hinkelsteine - die Wertungsprüfung "Arena Panzerplatte" ist die Königsprüfung der Rallye Deutschland. Gleich zwei Mal müssen die Piloten der Rallye-Weltmeisterschaft diese Prüfung, bei der schon oft eine Vorentscheidung über den Sieg gefallen ist, am Samstag meistern. Die Fahrt über den Truppenübungsplatz Baumholder ist selbst für gestandene Rallye-Piloten eine Herausforderung und flößt Neulingen gehörigen Respekt ein.

Das war bei Skoda-Pilot Sepp Wiegend nicht anders: "Beim ersten Mal habe ich natürlich viele Achtungszeichen entgegengenommen und bin diese Prüfung mit sehr viel Respekt angegangen", sagt der 22-Jährige im Podcast auf 'wrc.com'. Das zahlte sich für den jungen Sachsen aus: "Bis jetzt habe ich noch keine negativen Erfahrungen mit der Panzerplatte gemacht. Ich habe das Glück größtenteils auf meiner Seite gehabt und bin von Pech, Ausrutschern und Unfällen verschont geblieben." Daher sieht Wiegand der Prüfung in diesem Jahr relativ entspannt entgegen.

Entscheidend sei auf der "Panzerplatte" die richtige Einteilung des Materials: "Das Wichtigste ist, dass man wirklich ein gutes Händchen für den Verschleiß der Reifen und des Autos hat, weil sie so lang und materialfordernd ist", erklärt Wiegand. "Man sollte es am Anfang nicht übertreiben, sondern muss einen guten Rhythmus zwischen schnellem und schonendem Fahren finden."

In diesem Bereich erkennt der 22-Jährige bei sich noch Steigerungspotenzial: "Das ist ein Zwiespalt, der sehr schwierig ist und mir noch schwerfällt. Im letzten Jahr bin ich das Ganze etwas zu vorsichtig angegangen. Ich habe erwartet, dass es materialmordender für die Reifen ist", erinnert sich Wiegand. "Ich war dann im Ziel und habe gedacht, dass ich noch etwas schneller hätte fahren können. Wir versuchen da, in diesem Jahr noch einmal dran zu arbeiten."

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