Gelingt Asphalt-Spezialist Dani Sordo in Deutschland der Befreiungsschlag? © xpbimages.com

Seit 2001 fuhr der Sieger der Rallye Deutschland immer einen Citroen - In diesem Jahr wollen Mikko Hirvonen und Dani Sordo die Siegesserie ausbauen

Nach einer Serie von acht Schotter- und Schneerallyes, steht mit der Rallye Deutschland (22. bis 25 August) der erste Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft 2013 auf dem Programm, der nur auf Asphalt gefahren wird. Daher werden die WRC-Autos erstmals in dieser Saison tiefer und aggressiver abgestimmt. Für Citroen wird neben den etatmäßigen Piloten Mikko Hirvonen und Dani Sordo auch wieder Khalid Al-Qassimi ins Lenkrad des DS3 WRC greifen.

Die Rallye Deutschland ist für Citroen eine ganz besondere Veranstaltung. 2001 siegte der französische Hersteller erstmals mit Philippe Bugalski beim damals noch zur Rallye-Europameisterschaft zählenden Lauf. Seit die Rallye Deutschland 2002 in den WRC-Kalender aufgenommen wurde, fuhr der Sieger immer einen Citroen und hörte immer auf den Vornamen Sebastien. Lediglich 2010 wurde die Siegesserie des neunmaligen Weltmeisters Loeb durch seinen damaligen Teamkollegen und heutigen Volkswagen-Piloten Ogier unterbrochen.

Im vergangenen Jahr standen sogar zwei Citroen-Piloten auf die Podium, denn hinter Sieger Loeb und dem damaligen Ford-Piloten Jari-Matti Latvala fuhr Hirvonen auf Position drei. Der Finne hofft auf dem von ihm wenig geliebten Asphalt mindestens auf eine Wiederholung des Vorjahresergebnisses. Allerdings musste er sich beim Test erst wieder an den Untergrund gewöhnen."Es ist ziemlich lange her, seit wir zum letzten Mal auf Asphalt gefahren sind, aber bei den Tests konnten wir uns an die Straßen gewöhnen und unsere Reflexe trainieren."

"Ich freue mich auf den Start der Rallye Deutschland. Es ist immer eine schwierige Veranstaltung, aber ich mag sie wirklich, vor allem, wenn die Straßen trocken sind", sagt Hirvonen. "Wenn wir das gleiche Tempo wie bei den Tests anschlagen können, sollten der Kampf um das Podium möglich sein. Das ist unser Minimalziel", erklärt der WM-Vierter.

Für Teamkollege Sordo ist die Rallye Deutschland eine letzte Bewährungsprobe. Nach zuletzt schwachen Ergebnissen verlor der Spanier - vorerst nur für die Rallye Australien - seinen Platz an Kris Meeke. Am kommenden Wochenende muss der Asphalt-Spezialist, der in Deutschland bereits drei Mal auf Platz zwei fuhr, daher liefern: "Die Rallye Deutschland ist schwierig, es gibt verschiedene Oberflächen und das Wetter kann oft unvorhersehbar sein", weiß Sordo. "Es ist niemals einfach, aber ich war hier in der Vergangenheit recht gut. Ich peile den Sieg an", zeigt sich der Spanier extrem selbstbewusst.

Teamkollege Al-Qassimi wird bei seiner Rückkehr in die WRC durch eine Verletzung der linken Hand behindert, die er sich bei einem Unfall im eigenen Haushalt zugezogen hat. "Es wird eine schwierige Rallye, bei der die Verletzung sicherlich nicht hilfreich sein wird", sagt Al-Qassimi. "Glücklicherweise sind meine Finger nicht gebrochen, aber es wird dennoch sehr schmerzhaft. Wir haben am Sonntag ein wenig getestet, hoffentlich bin ich fit genug für die Rallye. Ich bin den DS3 WRC noch nicht auf Asphalt gefahren und kann es daher kaum erwarten, ins Lenkrad zu greifen."

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