Ginge es nach Mahonen, würde Sebastien Ogier aktuell wohl immer als erstes fahren © xpbimages.com

Rallye-Direktor Jarmo Mahonen ist enttäuscht vom aktuellen Qualifikationsformat und will eine Änderung: Müssen die Führenden in Zukunft wieder kehren?

Werden die schnellsten Piloten im kommenden Jahr wieder zur Kehrmaschine? FIA-Rallye-Direktor Jarmo Mahonen ist mit der aktuellen Regelung nicht glücklich und plant, dass die führenden Fahrer in der nächsten Saison wieder die Strecke sauberfahren sollen. "Für mich sieht es so aus, als würden wir den schnellsten Jungs Geschenke verteilen", erklärt Mahonen gegenüber 'Autosport'. Darum sucht er aktuell eine Lösung, wie man dies ändern kann.

"Eine Möglichkeit wäre, die Führenden wieder die Straße sauberfahren zu lassen", überlegt er. Auch wenn es Leuten wie Ogier, die in der Meisterschaft deutlich führen, nicht gefallen werde, plant der Rallyedirektor definitiv eine Änderung der Qualifikation. Wie die aussehen wird, kann er aber selbst noch nicht sagen: "Wir werden erst darüber reden, wenn wir bereit dazu sind", erklärt er.

Dafür nimmt der Rallye-Chef auch die Organisatoren der einzelnen Rallyes in die Pflicht: "Ich muss sagen, ich war ein bisschen enttäuscht, dass die Organisatoren nicht die Chance ergriffen haben, ihre Rallyes mit dem Qualifying richtig zu promoten", so Mahonen. "Ich möchte mehr Engagement sehen", fordert er.

Indes zeigt sich jener angesprochene Ogier von den Änderungsgerüchten enttäuscht: "Ich weiß nicht, was falsch am aktuellen Format ist", wundert sich der Franzose. "Ich fahre in der Qualifying-Etappe als Erster, also habe ich den kleinen Nachteil, die losen Steinchen von der Strecke fegen zu müssen." Doch diese Reaktion hatte Mahonen ja ohnehin so eingeplant...

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