Jari-Matti Latvala wünscht sich mehr Freiheiten bei der Fahrzeugabstimmung © Volkswagen

Jari-Matti Latvala wünscht sich einen fünften Reifen an jedem Servicepunkt, damit die Abstimmung des Autos nicht unter der knappen Reifenzahl leide

Mit nur einem Punkt beim Heimspiel in Finnland vor einer Woche kann Jari-Matti Latvala ganz und gar nicht zufrieden sein. Zumal er dadurch den zweiten Platz im Gesamtklassement an den Belgier Thierry Neuville abgeben musste, mit dem er nun punktgleich bei 91 Zählern steht. Nach der Rallye Finnland hadert Latvala mit der aktuellen Reifensituation: "Im Moment verwenden wir vier Reifen für das Freie Training und das Qualifying und dann vier Reifen an jedem Servicepunkt. So fahren wir mit einem Satz 75 Kilometer. Für mich ist das nicht genug."

Der Finne wünscht sich deshalb eine Aufstockung: "Wir sind ständig am Limit. Es sollte fünf Reifen bei jedem Servicepunkt geben. Mit der Situation bin ich nicht komplett glücklich." Zwar sei es möglich, zu haushalten und zu überleben, es gebe aber nicht viel Spielraum, so Latvala. Dass es an den finanziellen Möglichkeiten in der Rallye scheitern könnte, glaubt er nicht: "Reden wir über Einsparungen, gibt es doch in diesem Geschäft keinen großen Unterschied, ob wir nun vier oder fünf Reifen haben."

Latvala bemängelt nun, dass die Teams bei der Abstimmung ihrer Autos Kompromisse eingehen müssen - nur um der Reifen Willen: "Beim Test haben wir geprüft, wie wir mit den Reifen über die Runden kommen, wenn sie anfangen, in die Brüche zu gehen. So muss man mit dem Setup arbeiten. Man braucht nicht nur eines für gute Reifen, sondern auch eines für die schlechten Pneus", bedauert er den Status quo.

Als Beispiel nennt der 28-Jährige seinen Landsmann Mikko Hirvonen, der die härtere Mischung auch deshalb genutzt habe, weil er Angst davor gehabt habe, stark abgefahrene Reifen zu verwenden. Latvala stellt also resümierend fest: "Gibt es eine Begrenzung, muss man irgendwann auf gebrauchte Reifen zurückgreifen, die aus dem Qualifying übrig geblieben sind." Das soll sich in seinen Augen künftig ändern.

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