Jari-Matti Latvala versucht nebenbei ein wenig Deutsch aufzuschnappen © xpbimages.com

Jari-Matti Latvala gibt vor der Deutschland-Rallye zu, gerne besser Deutsch sprechen zu können - Für ein paar Brocken reicht es bisher schon: "Tür öffnen, Tür schließen"

In seiner finnischen Heimat konnte sich Volkswagen-Pilot Jari-Matti Latvala natürlich bestens in Landessprache unterhalten. Bei der nächsten Station in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) dürfte das für den 28-Jährigen schon ein bisschen schwieriger werden, denn dann geht es in die Heimat seines Arbeitgebers Volkswagen: Die Rallye Deutschland steht auf dem Programm. Doch ein paar Brocken Deutsch kann auch der Finne noch aus seiner Schulzeit.

"Ein bisschen ja", versucht Latvala auf Deutsch zu sagen, "aber ich kann nicht (lange Pause; Anm.) Interviews geben. Ich kann ein paar deutsche Wörter sagen." Den Rest des Interviews hält der Rallye-Pilot lieber wieder auf Englisch ab. Doch auch wenn es nur ein paar Brocken sind, für einen Finnen ist es ja bei weitem keine Selbstverständlichkeit, überhaupt ein paar Grundzüge der Sprache zu können.

Doch Latvala konnte früher sogar relativ gut Deutsch: "Wenn wir in der Schule Sprachen lernen, ist neben Englisch Deutsch für mich die wichtigste Wahl", erklärt er. "Ich habe es von 1999 bis 2003 in der Schule gelernt." Doch danach habe er es ein wenig schleifen lassen. Grund: der Motorsport. Bei einem englischen Team brauche man eben im Normalfall kein Deutsch. "Ich habe es verlernt, weil ich die Sprache nicht angewendet habe", so Latvala.

Dabei würde sich der Finne bei seinen Gastauftritten in der Bundesrepublik gerne wieder in Landessprache unterhalten können. "Ich würde es gerne ordentlich lernen", meint der Volkswagen-Pilot, "aber es ist schwierig, zwischen den Rallyes die Zeit und Energie dafür aufzubringen." Doch bei seinem Rallye-Team habe er immerhin schon einmal gute Voraussetzungen.

"Sämtliche interne Kommunikation wie zum Beispiel unsere Zeitpläne werden in Englisch und Deutsch veröffentlicht, daher versuche ich einige Wörter zu lernen", setzt Latvala auf die Schiene der Autodidaktik. Einige Beispiele habe er dadurch auch schon mitbekommen: "Beim vergangenen Test habe ich mit meinem Mechaniker gesprochen und gelernt, dass es 'Tür öffnen' heißt, wenn ich aus dem Auto aussteige und 'Tür schließen', wenn ich einsteige", lacht er.

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