Starker Finnland-Auftritt: Mads Östberg machte Werbung in eigener Sache © xpbimages.com

Der M-Sport-Teamchef ist mit seinen Talenten zufrieden und glaubt, Probleme mit dem Ford Fiesta RS WRC bald im Griff zu haben

M-Sport hat 2013 auf junge Piloten gesetzt und ist von seiner Rasselbande nicht enttäuscht worden. Teamchef Malcolm Wilson würde die Entwicklung von Thierry Neuville, Mads Östberg und Jewgeni Nowikow gerne auch 2014 gerne weiter begleiten. "Keine Frage", spricht der Brite dem Trio ein dickes Lob aus, um gleich danach wieder die Sorgenfalten der Existenzangst auf die Stirn zu runzeln: "Das Wichtigste für uns ist aber erst einmal, noch in der Weltmeisterschaft (WRC, Anm. d. Red.) zu sein."

Dieses Vorhaben genieße derzeit oberste Priorität, betont Wilson und hofft dabei auf die Einführung von Kundenautos. "Es ist nicht nur Sache von M-Sport", blickt er sich im Paddock um. "Es könnte dem Rallyegeschäft an sich helfen. Ich hoffe, dass der Sport dadurch stärker werden kann." Wie spannend die Hatz abseits befestigter Straßen sein kann, unterstrich sein Kinderriegel am vergangenen Wochenende in den Wäldern Finnlands, als Neuville und Östberg die Ränge zwei und drei belegten.

Dabei allerdings mussten sie sich gegen Citroen-Werksfahrer Mikko Hirvonen heftiger wehren als zunächst vermutet: "Thierry meinte am Samstagmorgen, dass er durchaus zehn Sekunden auf ihn verlieren könnte, aber ich sagte: 'Nein das wirst du nicht'." Falsch gedacht, schließlich fuhr der Finne beim Heimspiel nochmal gefährlich nahe an die beiden M-Sport-Youngster heran, aber eben nicht vorbei. Trotz der Zitterpartie zieht Wilson ein positives Resümee: "Von der ersten Etappe an war das Auto unglaublich und hat in seiner Kategorie dominiert."

Der Fiesta RS WRC hätte geschnurrt wie ein Kätzchen: "Wir hatten ein paar Probleme mit den anderen Autos, aber die waren meist selbstverschuldet. Die haben sich beim Testen nicht angedeutet, aber es ist nichts, was wir nicht lösen können", beruhigt Wilson und befindet: "Ich bin zufrieden mit der Entwicklung." Gemeint sind auch seine Nachwuchspiloten, die er nur gegen einen Lenkradakrobaten tauschen würde: Sebastien Ogier. Für den designierten WRC-Champion ist Wilson Feuer und Flamme.

"Einzigartig", schwärmt er von dem Franzosen. "Er hat abgewartet und seine Chance gesucht. Er hat sein Tempo zu 100 Prozent genutzt und wusste immer genau, wann er attackieren kann." Mit einem breiten Grinsen fügt Wilson an: "Ich bin aber zufrieden, dass wir ihn auf der Power Stage schlagen konnten."

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