Jari Ketomaa ließ den Konkurrenten in der WRC2 keine Chance © xpbimages.com

Bei seinem ersten Einsatz in der Rallye-Weltmeisterschaft triumphierte der neue Ford Fiesta R5 in der WRC2 - Jari Ketomaa dominiert das Feld

Nach ersten Einsätzen in der Rallye-Europameisterschaft betrat der von M-Sport entwickelte Ford Fiesta R5 bei der Rallye Finnland erstmals in der WRC2 die Weltbühne. Und die Premiere des neuen Fahrzeugs hätte kaum glanzvoller ausfallen können. Jari Ketomaa ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, dass der Klassensieg in Finnland nur über ihn geht. Im Ziel hatte der Finne einen Vorsprung von gut eineinhalb Minuten auf Citroen-Pilot Robert Kubica.

"Es ist mein Traum, eines Tages die gesamte Rallye zu gewinnen, aber ich möchte Schritt für Schritt vorgehen, vielleicht zuerst auf das Podium der WRC. Aber das war ein perfektes Wochenende", freute sich Ketomaa über den Klassensieg. Beim Gedanken an den Fiesta R5 gerät der 34-Jährige ins Schwärmen. "Von den ersten Metern an habe ich gespürt, dass dieses Auto, sehr sehr gut ist. Ich wusste, dass ich damit attackieren kann. Es ist schwierig ein Auto zu fahren, wenn du nicht am Limit bist, aber hier konnte ich die Grenze spüren. Dieses Auto passt zu meinem Fahrstil."

"Seit dem ersten Test in Lettland wusste ich genau, wie weit ich gehen kann. Dann wollte ich sehen, wie weit die anderen Autos weg sind. Das war die richtige Taktik, die anderen Jungs hatten keine Chance", freut sich Ketomaa. Auch über seine DMACK-Reifen war der Finne voll des Lobes. "Sie waren unglaublich, ein gewaltiger Schritt. Vergangenes Jahr hatte ich DMACK nach der 'Ouninpohja' gesagt, dass sie den Grip bei hohen Geschwindigkeiten verbessern müssen. Wenn du mit 150 km/h über eine Kuppe fährst, willst du wissen, dass der Reifen haftet. Im vergangenen Herbst haben wir viel an der Weiterentwicklung gearbeitet, und das Ergebnis sehen wir nun hier."

Auch andere Fahrer wussten im neuen Fahrzeug zu überzeugen. So fuhr Elfyn Evans in einem von M-Sport selbst eingesetzten Fiesta R5 lange auf Position drei der WRC2, bis ihn am Freitagmittag ein Öl-Leck zur Aufgabe zwang. "Das Auto blieb am Ende der vier Prüfungen des Morgens stehen. Das ist alles, was wir wissen", so der Waliser, der einen Großteil der Entwicklungsarbeit für das neue Auto geleistet hat.

"Der Fiesta R5 hat eine vielversprechende Vorstellung abgeliefert. Wir haben von vielen Fahrern in diesem Auto starke Leistungen gesehen", blickt Evans zufrieden auf das Resultat seiner Arbeit. Auch Teamchef Malcolm Wilson war vom Debüt seines neuen Renners begeistert: "Es war ein unglaubliches Debüt für den R5. Jari Ketomaa hat das Feld von Anfang an dominiert." Dieser hofft sich mit Gesamtrang sieben in Finnland für weitere Einsätze empfohlen zu haben: "Ich fahre in zwei Wochen die chinesische Meisterschaft, aber ich bin völlig frei. Wenn mich jemand retten möchten, soll er bitte kommen."

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