Jewgeni Nowikow präsentierte sich in Finnland nicht von seiner besten Seite © M-Sport

Jewgeni Nowikow ist mit Platz sechs bei der Rallye Finnland nicht ganz zufrieden - Viele Prüfungen waren Neuland für den 22-Jährigen

Nachdem Jewgeni Nowikow (Ford) in diesem Jahr schon mehrmals sein Potenzial aufblitzen ließ, so zum Beispiel mit der zwischenzeitlichen Führung in Griechenland, zeigte der 22-Jährige bei der Rallye Finnland eine dezente Vorstellung. Von Beginn an kam der Russe nicht ganz an die Zeiten der besten heran, ein Unfall auf Wertungsprüfung 8 verpasste den Ambitionen des M-Sport-Piloten und seiner Beifahrerin Ilka Minor dann einen Dämpfer. Bis zum Ende der Rallye kämpfte sich Nowikow jedoch wieder auf Platz sechs nach vorne und nahm wichtige WM-Punkte mit.

"Leider war das nicht unsere beste Rallye, aber wir nehmen immer noch etwas Positives mit. Wir haben zu Beginn gutes Tempo gezeigt und nach dem Unfall an Tag zwei waren wir in der Lage, den Aufschrieb zu kontrollieren. Damit sollten wir für's nächste Jahr gut vorbereitet sein", so Nowikow, der bei dieser Ausgabe der Rallye Finnland auf vielen WP Neuland betrat: "Im vergangenen Jahr hat sich Denis (Giraudet, damalige Beifahrer, Anm. d. Red.) am Rücken verletzt. Daher konnte ich nicht alle Prüfungen fahren. WP wie die 'Ouninpohja' bin ich in diesem Jahr zum ersten Mal mit vollem Tempo gefahren."

Unter dem Strich war der Russe daher nicht völlig unzufrieden. "Es war gut, die komplette Rallye zu fahren, der sechste Platz ist kein schlechtes Ergebnis." Am Freitag hatte Nowikow allerdings nach einem Unfall für einen Aufreger gesorgt. "Ich bin mit nicht ganz sicher, was passiert ist. Nach einer Kuppe habe ich die Kontrolle über das Auto verloren und bin in einen Holzstapel gekracht." Der Ford war zwar an der Front stark beschädigt, Nowikow konnte seine Fahrt allerdings fortsetzen.

Allerdings nur langsam, da er wegen einer zertrümmerten Windschutzscheibe und einer hochgeklappten Motorhaube kaum etwas sehen konnte. Dadurch schloss der hinter ihm gestartete Kris Meeke (Citroen) zum Russen auf, der ihn aber erst nach rund zehn Kilometern passieren ließ. Meeke tobte, und auch die Offiziellen fanden diese Aktion nicht in Ordnung und verwarnten Nowikow.

Weiterlesen