Kris Meeke zeigte bei seinem WRC-Comeback eine beeindruckende Leistung © Citroen

Bei seinem WRC-Comeback setzte sich Kris Meeke eindrucksvoll in Szene - Schönheitsfehler war nur ein Überschlag kurz vor dem Ziel

Im November 2011 war Kirs Meeke vor dieser Woche zum letzten Mal mit einem WRC-Auto bei einem Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft angetreten. Das Aus des Mini-Werksteams beendete dann einstweilen auch die WRC-Karriere des Nordiren. Doch in dieser Woche bekam Meeke von Citroen-Werksteam die Chance zu einer Bewährungsprobe - und nutze sie. Bei seiner ersten Rallye im DS3 WRC merkte man Meeke weder die lange Pause noch die Tatsache an, dass er das Auto kaum kennt.

Von Anfang an fuhr der 34-Jährige auf dem Zeiteinniveau der Top 5. Sein erfahrender Teamkollege Dani Sordo kam so gut wie nie an die Zeiten von Meeke heran. Am Donnerstagabend stand ein sechster Platz zu Buche: "Es war ein toller Tag, obwohl es mich nervt, dass wir uns auf WP2 einen Plattfuß eingefahren habe. Auf den folgenden Prüfungen war ich sehr aufmerksam und bin in der Mitte der Straße gefahren, denn ich wusste, dass ein weitere Reifenschaden das Aus bedeuten würde. Trotzdem konnte ich gute Zeiten setzen", so Meeke. "Ich fühle mich im Auto wie zu Hause, es fühlt sich wie ein Teil von mir an."

Am Freitag wurde der Tatendrang des Nordiren dann nur kurzzeitig vom zuvor verunfallten Jewgeni Moskowien gebremst, der Meeke aufhielt: "Bei der WP8 bin ich ungefähr zehn Kilometer lang hinter Nowikow gefahren", sagt der Citroen-Pilot. "Er hat mich nicht vorbeigelassen, und die Steine, die von seinem Auto aufgewirbelt wurden, haben meine Windschutzscheibe zerschlagen. Weil ich dadurch nicht mehr richtig sehen konnte, kam ich von der Straße ab und fuhr mir einen Reifen platt. Beim Reifenwechsel verletzte ich mich am Finger. Das nennt man wohl Pechsträhne."

Später am Abend erhielt Meeke wegen dieses Vorfalls eine Zeitgutschrift. Am Samstag stand dann sein persönliches Highlight mit der Wertungsprüfung "Ouninpohja" auf dem Programm. "Es ist wie eine Achterbahn. Ich bin diese Prüfung vor sieben Jahren zum letzten Mal gefahren - damals in einem Citroen S2 S1600. In einem World-Rallye-Car ist das Gefühl unbeschreiblich, denn man fährt mit solch hoher Geschwindigkeit", schwärmt Meeke.

"Die Atomsphäre ist unvergleichlich. Am Start hat man kaum ein Geräusch gehört, weil die Zuschauer wissen, dass die Fahrer voll konzentriert sein müssen", so der Nordire. Am Nachmittag wurde ihm die "Ouninpohja" dann allerdings zum Verhängnis. Meeke überschlug sich mehrfach und schied auf der vorletzten WP auf Rang fünf liegend aus. Das ändert jedoch nichts daran, dass sich der 34-Jährige mit seiner Vorstellung in Finnland für weitere Einsätze empfohlen hat.

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