Mads Östberg steht nach der schwachen ersten Saisonhälfte unter Zugzwang © xpbimages.com

Nach einem schwierigen ersten Halbjahr möchte Mads Östberg bei der Rallye Finnland einen Neustart in die Saison hinlegen - Bisherige Leistungen machen Mut

Nach seinem Wechsel zu M-Sport galt Mads Östberg, der im vergangenen Jahr am Steuer eines privat eingesetzten Ford Fiesta RS WRC die Rallye Portugal gewonnen hatte, als einer der Geheimfavoriten im Kampf um den Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft, doch nach sieben von 13 Rallyes wird der Norwegern diesen Erwartungen nicht gerecht. Lediglich ein Podiumsplatz (Rang drei in Schweden) und WM-Rang sieben - sowohl Östberg als auch sein Team hatten sich mehr erwartet.

Am Tempo des 25-Jährigen besteht indes kein Zweifel, doch Fahrfehler brachten Östberg immer wieder um den Lohn seiner Arbeit. "Wir wissen, dass wir schnell sind", sagt der Norweger, der den Auftakt des Jahres nun abhaken will: "Wir müssen versuchen, die erste Hälfte (der Saison, Anm. d. Red.) zu vergessen. Es folgen nun viele schöne Rallyes, und diese ist eine davon. Ich muss versuchen, die Saison von neuem zu beginnen und die zweite Hälfte des Jahres zu genießen."

Bei der Rallye Finnland traut sich Östberg dabei sogar den Sieg zu. "Alles ist möglich", sagt der Norweger. Allerdings ist sich Östberg der Tatsache bewusst, dass er unter Druck steht und Ergebnisse abliefern muss: "Wegen der ersten Saisonhälfte ist es derzeit etwas schwieriger. Ich muss vor allem die richtigen Bedingungen finden und dann so hart wir möglich attackieren. Im Freien Training hat das gut funktioniert, das Qualifying war nicht perfekt, aber es sieht gut aus."

Bei einem Test vor der Rallye tankte der 25-Jährige frisches Selbstvertrauen für die zweite Saisonhälfte. "Ich war nach dem Test sehr glücklich. Ich bin mit unserem Tempo bisher recht zufrieden", sagt Östberg. Dies stellt er bei der Rallye Finnland bisher unter Beweis. Nach drei Wertungsprüfungen belegt er mit 2,9 Sekunden Rückstand auf die Spitze Rang vier.

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