Daniel Sordo will in dieser Saison seinen ersten Sieg in der WRC feiern © xpbimages.com

Der Spanier Dani Sordo läuft seinem ersten Sieg immer noch nach: In diesem Jahr soll es beim Citroen-Comeback endlich klappen

In diesem Jahr hat Dani Sordo seine womöglich letzte Chance für den großen Durchbruch. Seit vielen Jahren fährt der Spanier in der Rallye-WM, doch auf den ersten Sieg wartet er bis heute vergeblich. Genau dieser erste Sieg steht für Sordo auf der Prioritätenliste für diese Saison ganz oben. Die Motorsport-Geschichte hat schon oft gezeigt, dass der Premierentriumph der schwierigste überhaupt ist. Bei vielen Fahrern platzte dann der Knoten und es folgten weitere Erfolge. "Seit 2003 habe ich jetzt 100 Rallyes gestartet, aber ich habe immer noch nicht gewonnen. Ich möchte das richtigstellen!"

"Ich bin nicht besessen davon, aber das ist mein persönliches Ziel in diesem Jahr", unterstreicht Sordo vor dem dritten Saisonlauf. Nach zwei durchwachsenen Jahren im Mini des Prodrive-Teams - die Schwierigkeiten waren hauptsächlich auf Teamseite zu finden - sitzt Sordo nun wieder im Weltmeisterauto und hat eine vorzügliche Mannschaft um sich herum. Die Saison hat in Monte Carlo mit Platz drei auch sehr gut begonnen. "Es ist fantastisch wieder Teil der Citroen-Familie zu sein. Es ist fast so als wäre ich nie weg gewesen", fühlt sich der 29-Jährige in seinem Umfeld wie zu Hause.

Bereits zwischen 2006 und 2010 fuhr Sordo für die Franzosen in der WRC. "Die erste Rallye verlief sehr gut und ich kletterte auf das Podest. Ich hätte mir für meine erste Rallye zurück in diesem Team kein besseres Ergebnis wünschen können. In Schweden war es komplizierter, aber ich habe viele Dinge gelernt. Ich verstehe immer besser, wie der Citroen funktioniert." In Schweden rutschte Sordo von der Strecke und landete in einer Schneebank. Unglücklicherweise war darin ein großer Stein versteckt, der das Auto beschädigte.

Nun steht am kommenden Wochenende mit der Rallye Mexiko die erste Schotter-Prüfung des Jahres im Kalender. Für Sordo ist es ein ganz spezieller Lauf. "Vor einigen Tagen habe ich den DS3 auf Schotter getestet. Dadurch bekam ich ein Verständnis für das Handling, obwohl das Wetter eher an Großbritannien als an Mexiko erinnerte", spricht er das verregnete Wetter in Südeuropa an. "Neben Argentinien und Katalonien ist Mexiko meine dritte 'Heim'-Rallye. Mir gefällt die Veranstaltung und speziell die zweiten Fahrten durch die Prüfungen, weil es dann mehr Grip gibt."

"Das bedeutet, dass das Qualifying und die Wahl der Startpositionen für Tag eins sehr wichtig sein werden." Außerdem wird in Mexiko Weltmeister Sebastien Loeb fehlen. Sordo war die meiste Zeit seiner bisherigen Karriere der Teamkollege des Ausnahmekönners. "Ich hoffe, dass das Team nicht die ganze Woche weint", lacht der WM-Dritte der Jahre 2008 und 2009.

"Es wird sicherlich etwas merkwürdig sein, aber ich weiß, dass alle Teammitglieder sehr professionell sind. Sie werden sich auf die Rallye konzentrieren. Durch diese Veränderung haben wir mehr Verantwortung und wir müssen uns steigern. Niemand kann Seb ersetzen, aber wir werden alles tun, damit Citroen vor den Gegnern bleibt." Sordo ist zum ersten Mal seit dem Jahr 2010 in Mexiko am Start. Damals wurde er mit dem Citroen C4 WRC als 14. gewertet.

Weiterlesen