Mikko Hirvonen ist nach seiner Nullrunde in Schweden unter Zugzwang © Citroen

Mikko Hirvonen muss in Mexiko die Kohlen für Citroen aus dem Feuer holen - Auch Dani Sordo, Chris Atkinson und Benito Guerra für die Franzosen im Einsatz

Für Citroen bricht am kommenden Wochenende mit der Rallye Mexiko eine neue Zeitrechnung an. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2006 wird Dauerweltmeister Sebastien Loeb nicht am Start stehen. Damals musste er verletzungsbedingt die Rallyes vom heimischen Sofa aus verfolgen. Die Jetons liegen nun auf Mikko Hirvonen. Im Vorjahr wurde der Finne hinter Loeb Zweiter. Außerdem werden in Mittelamerika noch zwei weitere DS3 eingesetzt. Dani Sordo übernimmt das Auto von Loeb. Im zweiten Team ersetzt Chris Atkinson den verhinderten Khalid Al-Qassimi. Dazu erhält Lokalmatador Benito Guerra eine Chance.

Dass der DS3 in Mexiko gut funktioniert, hat das Vorjahr bewiesen. Allerdings ist anzumerken, dass Konkurrent Ford damals auf Motorseite starke Arbeit abgeliefert und sich perfekt auf die dünnere Luft eingestellt hatte. Zudem ist in diesem Jahr Volkswagen dabei. Sebastien Ogier hat mit dem Sieg in Schweden bewiesen, dass mit ihm zu rechnen ist. Für Hirvonen startet die Saison nach zwei enttäuschenden Rallyes in Mexiko richtig. In der WM liegt er mit zwölf Punkten lediglich auf Rang sechs. "Für mich startet die Saison jetzt richtig."

"Wir kennen jetzt das Niveau unserer Gegner. Ich schätze, dass wir auf jeder Prüfung kämpfen müssen und eine makellose Leistung abrufen müssen, wenn wir Rallyes gewinnen wollen. Im Vorjahr war ich Seb in Mexiko über weite Strecken sehr nahe. Ich weiß, dass ich auf diesem Untergrund eine sehr gute Performance abliefern kann", ist Hirvonen für den ersten Schotter-Lauf zuversichtlich. "Ich mag es dort zu fahren." Zur Vorbereitung wurde in Portugal in der Nähe der Algarve getestet.

"Wir haben seit Schweden viel getestet und an meinem Fahrstil sowie der Abstimmung gearbeitet." Es ist alles vorbereitet. Trotzdem wird es im Service-Park ein merkwürdiges Gefühl sein, wenn Loeb nicht dabei ist. "Da Seb nicht dabei ist, wird diese Rallye für Citroen etwas Besonderes sein. Für die WRC ist es der Start in eine neue Ära", schätzt Hirvonen die Auswirkungen von Loebs Rücktritt ein. Noch zwei Rallyes wird er bestreiten. "Dennoch glaube ich nicht, dass das mehr Druck bedeutet."

"Meine Aufgabe ist es, die bestmögliche Arbeit abzuliefern und dabei zu helfen, dass Citroen gewinnt. Ich fühle mich voller Energie und freue mich darauf, es allen zu zeigen, dass ich gewinnen kann", strotzt Hirvonen vor Selbstbewusstsein. Neben Hirvonen wird Sordo im zweiten Werks-Auto sitzen. In den vergangenen zwei Jahren fehlte der Spanier in Mexiko und hat demnach einen kleinen Erfahrungsnachteil.

Ein Comeback in die WRC feiert Atkinson, nachdem er in der zweiten Saisonhälfte 2012 einen Mini gefahren ist. Im Vorjahr startete der Australier in Mexiko in einem Ford Fiesta RS WRC. "Ich bin immer sehr glücklich, wenn ich in die WRC zurückkehren kann und für ein konkurrenzfähiges Team wie Citroen fahren darf", freut sich der ehemalige Subaru-Werksfahrer. "Es ist eine unglaubliche Möglichkeit für mich, denn ich hatte für diese Saison keine WM-Pläne."

In erster Linie ist für "Atko" eine solide Performance und eine Zielankunft wichtig. "Ich werde versuchen für das Team einige WM-Punkte zu holen. Ich habe das Auto in Portugal getestet. Obwohl es geregnet hat, hatte ich die Möglichkeit, mich wieder auf alles einzustellen. Ich hoffe, dass ich in die Top 5 kommen kann. Das wäre ein gutes Resultat." Im vierten DS3 wird der amtierende PWRC-Champion Guerra sein WRC-Debüt auf heimischem Boden feiern.

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