In Schweden gelang Volkswagen dank Sebastien Ogier der erste WRC-Sieg © xpbimages.com

Volkswagen-Motorsportdirektor Jost Capito ist von Sebastien Ogier beeindruckt: "Dass er auf dem Niveau von Loeb fährt, das weiß man von vor zwei Jahren"

In der kommenden Woche steht in Form der Rallye Mexiko der dritte von 13 Läufen der WRC-Saison 2013 auf dem Programm. Nach seinem Sieg in Schweden reist Volkswagen-Werksfahrer Sebastien Ogier mit drei Punkten Vorsprung auf den neunfachen WRC-Champion Sebastien Loeb (Citroen) nach Mittelamerika.

Anders als bei den ersten beiden Saisonläufen wird Weltmeister Loeb in Mexiko jedoch nicht an den Start gehen. Im Zuge seines Teilzeitprogramms greift der WRC-Dauerchampion erst beim fünften Saisonlauf in Argentinien (2. bis 5. Mai) wieder ins Lenkrad des Citroen DS3 WRC. Unabhängig davon rechnet man bei Volkswagen auch in Mexiko mit einem starken Citroen-Auftritt. "Wir erwarten, dass die Konkurrenz sehr stark ist, speziell aufgrund der Erfahrung", sagt Volkswagen-Motorsportdirektor Jost Capito.

Auch ohne Loeb, der den Saisonauftakt in Monte Carlo für sich entschied, sei laut Capito in Mexiko mit Citroen zu rechnen. Speziell der in der Gesamtwertung auf Rang sechs liegende Vizeweltmeister Mikko Hirvonen hat nach Ansicht des Deutschen "bei den ersten zwei Rallyes nicht das gezeigt, was er wirklich kann. Wenn es jetzt auf Schotter geht, wird er wirklich zeigen, was kann. Er wird auch eher gefordert, weil Loeb nicht da ist. Wie er dann damit umgeht, müssen wir abwarten."

Darüber, dass der erste Volkswagen-Sieg dank Ogier im direkten Duell gegen Rekordweltmeister Loeb zustande kam, freut man sich in Wolfsburg ganz besonders. "Dass Ogier mit dem Auto bei der zweiten Rallye auf dem Niveau von Loeb fahren kann, das kam für alle absolut überraschend. Damit hätten wir auf keinen Fall gerechnet", blickt Capito auf die überzeugende Vorstellung Ogiers in den verschneiten Wäldern Schwedens zurück. Nach Loeb (2004) ist Ogier erst der zweite Nicht-Skandinavier, der die Rallye Schweden für sich entscheiden konnte.

Die fahrerische Leistung Ogiers war für Capito allerdings das weniger überraschende Element im Zusammenhang mit dem ersten WRC-Sieg von Volkswagen. "Dass Ogier auf dem Niveau von Loeb fährt, das weiß man von vor zwei Jahren", meint der Deutsche mit Blick auf die gemeinsame Citroen-Zeit der beiden Franzosen.

Hinsichtlich der Volkswagen-Aufbausaison 2012 mit dem Skoda Fabia 2000 merkt Capito an: "Was man aber nicht wusste, war der Einfluss auf Ogier, als er ein Jahr eben nicht WRC gefahren ist. Es war toll zu sehen, dass sich Ogier ins WRC-Auto setzt und direkt wieder auf diesem Niveau fahren kann. Beim Testen ist das ja wieder etwas anderes, aber dass er nach einem Jahr Pause in einer Rallye auf diesem Niveau fahren kann, ist schon eine super Leistung."

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