Nach dem Fehler in Schweden ist Mikko Hirvonen unter Zugzwang © xpbimages.com

Mikko Hirvonen braucht bei der Rallye Mexiko ein gutes Ergebnis, wenn er sich in der WM zurückmelden will - Die Erfolgsschancen schätzt der Finne sehr gut ein

Mikko Hirvonen ist in diesem Jahr von Citroen auf den WM-Titel angesetzt. Auf dem Papier hat der Vizeweltmeister der vergangenen beiden Jahre die besten Voraussetzungen: Citroen ist erwiesenermaßen ein starkes Team und der DS3 WRC ist konkurrenzfähig. Dazu hat Konkurrent M-Sport die Werksunterstützung von Ford verloren und tritt mit Nachwuchstalenten an. Volkswagen ist neu in der Szene. Nach zwei Rallyes sieht es für Hirvonen allerdings nicht gut in der WM aus. Volkswagen-Werksfahrer Sebastien Ogier liegt mit 46 Punkten an der Spitze. Hirvonen hat lediglich zwölf Zähler auf dem Konto und ist Sechster.

Sorgen macht sich der Finne allerdings nicht. "Es ist noch eine lange Saison und viele Dinge können passieren. Natürlich ist der Rückstand zur Spitze groß. Deshalb wäre es für alle besser, wenn wir bei der nächsten Rallye ein gutes Resultat holen und mehr Punkte als unsere schärfsten Gegner sammeln", wird Hirvonen von 'WRC.com' zitiert. "Trotzdem sind wir noch nicht an dem Punkt angelangt, wo ein Sieg in Mexiko über Leben oder Tod entscheidet."

Gewonnen hat Hirvonen die Rallye Mexiko noch nie. In den vergangenen beiden Jahren wurde er aber hinter seinem Teamkollegen Sebastien Loeb Zweiter. Das Terrain liegt ihm. Nach dem vierten Platz in Monte Carlo und dem erfolglosen Auftritt in Schweden muss nun ein gutes Ergebnis her. "Aufgrund der Höhe ist die Motorleistung reduziert. Deshalb ist ein anderer Fahrstil verlangt", weiß der 32-Jährige aus Erfahrung. "Es fühlt sich dort immer so an, dass das Auto überhaupt nicht fahren will."

"Man denkt auch, dass man jede Kurve mit Vollgas nehmen kann. Das geht natürlich nicht." Mexiko ist eine Schotter-Rallye, doch speziell durch die dünnere Luft ist sie technisch gesehen eine besondere Herausforderung. Ford hatte sich im Vorjahr sehr gut darauf vorbereitet und legte das Tempo vor, doch am Ende jubelte wie so oft Citroen. Hirvonen hat in der vergangenen Woche in Schotter-Konfiguration in Portugal getestet.

"Wir haben zwei Tage lang Abstimmungen für Mexiko und Portugal getestet", erläutert der Finne. "Das Auto hat sich sehr verändert, seit wir vor einem Jahr in Mexiko waren. In Finnland machten wir einen großen Fortschritt bei der Aufhängung. Wir mussten sie verfeinern und haben uns auch mit dem Differential beschäftigt. Die Ingenieure haben auch viel am Motor gearbeitet." Deshalb geht Hirvonen zuversichtlich nach Mexiko. "Das Auto fühlte sich sehr, sehr gut an."

Mit einem Sieg und dem Gewinn der drei Bonuspunkte in der Power Stage würde sich Hirvonen in der WM zurückmelden. Wie schätzt er selbst seine Chancen ein? "Ich glaube sehr gut. Ich kenne das Auto und das Team. Jarmo (Lehtinen, Co-Pilot; Anm. d. Red.) und ich sind konkurrenzfähig genug, um um den Sieg zu kämpfen. Natürlich wird es nicht einfach und ich erwarte eine große Herausforderung."

Speziell den Klassenneuling hat Hirvonen auf der Rechnung. "Volkswagen hat in Schweden das Tempo gezeigt. Sie werden auch in Mexiko schnell sein. Ford war in Mexiko auch immer schnell. Um dort zu gewinnen, müssen wir hart kämpfen."

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