Mikko Hirvonen will nach 2010 und 2011 seinen dritten Sieg in Schweden einfahren © xpbimages.com

Mit vier Fahrzeugen tritt Citroen bei der Rallye Schweden an - Während Sebastien Loeb seine Abschiedstour fortsetzt, will Mikko Hirvonen den Heimvorteil nutzen

Nachdem schon bei der Rallye Monte Carlo Schnee und Eis eine große Rolle spielten, erwartet die Fahrer der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) nun mit der Rallye Schweden der kälteste WM-Lauf des Jahres. Bei einer der spektakulärsten Rallyes der Saison sorgen Spike-Reifen für den richtigen Vortrieb im Schnee. Citroen tritt in Schweden gleich mit vier Piloten an. Mikko Hirvonen und Jarmo Lehtinen werden dabei versuchen, ihren Heimvorteil in Skandinavien auszunutzen. Das gelang den Finnen in den Jahren 2010 und 2011, als sie in Schweden gewannen.

"Seit wir in Monte Carlo im Ziel waren, habe ich mich völlig auf diese Rallye konzentriert", sagt Hirvonen. "Im vergangenen Jahr war dieser Lauf erst meine zweite Rallye im DS3. Damals hat mir das letzte Quentchen Vertrauen gefehlt, welches für den Sieg notwendig ist. Ein Jahr später fühle ich mich nun bereit für meinen ersten Sieg im Jahr 2013. Die Temperaturen und der Schneefall können stark schwanken, was sich auf den Reifenverschleiß auswirkt. Die neuen Reifen scheinen auf gefrorenem Schotter etwas haltbarer zu sein, aber endgültig werden wir das erst bei der Rallye herauffinden", meint Hirvonen.

Aber auch Teamkollege Sebastien Loeb und Beifahrer Daniel Elena sind nach ihrem Sieg in Monte Carlo fest entschlossen, beim zweiten von vier geplanten Starts in dieser Saison erneut ein Spitzenresultat einzufahren. Im Jahr 2004 war Loeb der bisher letzte Fahrer, der nicht aus Skandinavien stammte und die Rallye Schweden gewann. Das möchte er in diesem Jahr gerne wiederholen. "Ich weiß noch genau wie überrascht Yves Matton war, als ich ihm vorschlug, diese Rallye in mein Programm aufzunehmen", erinnert sich Loeb.

"Das war in den vergangenen Jahren sicherlich nicht die Rallye, bei der ich die größten Erfolge hatte, aber genau deshalb bin ich heiß darauf, hier zu starten", erklärt der neumalige Weltmeister. "Unser Sieg im Jahr 2004 war ehrlich gesagt kein großartiges Rennen. Wir haben vor allem deshalb gewonnen, weil die anderen Probleme hatten. Seitdem habe ich versucht zu verstehen, wie man diese Wertungsprüfungen am besten meistert. Jetzt werde ich noch ein letztes Mal hier an den Start gehen und möchte mich standesgemäß verabschieden."

Erstmals für Citroen am Start ist Khalid Al Qassimi. Nachdem er vor vierzehn Tagen bei der Katar-Rallye Zweiter wurde, sieht er sich nun mit einem völlig anderen Untergrund konfrontiert. Gemeinsam mit Co-Pilot Scott Martin geht der Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zum vierten Mal bei der Rallye Schweden an den Start. "Das ist nicht mein bevorzugter Untergrund, aber ich habe mich stetig verbessert und fuhr bei meinem bisher letzten Start 2011 in die Punkte. Es ist meine erste Rallye mit dem Team und dem DS3, daher will ich meine Ziele nicht zu hoch setzen. Wenn ich in die Punkte fahren sollte, wäre das ein guter Auftakt", so Al Qassimi.

Vierter im Bunde von Citroen ist Daniel Sordo, der in Monte Carlo mit Co-Pilot Carlos del Barrio auf Platz drei gefahren war. Auch der Spanier musste sich im Laufe der Jahre erst an die vereisten Straßen gewöhnen: "Obwohl ich auf diesem Untergrund noch Steigerungspotenzial sehe, konnte ich 2010 das Tempo der schnellsten mitgehen und fuhr fast aufs Podium", so Sordo, der damals Vierter wurde. "Mein Ziel in diesem Jahr ist recht einfach: Ich möchte das bestmögliche Ergebnis erzielen. Die Tatsache, dass ich nicht für die Herstellerwertung gemeldet bin, nimmt mir ein wenig Druck."

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