Der Norweger Mads Östberg kämpfte sich in Schweden auf das Podest © xpbimages.com

Nach einem problematischen Freitag kämpfte sich Mads Östberg (Ford) in Schweden als Dritter auf das Podium - In Zukunft will der Norweger mehr Risiko eingehen

Volkswagen, Citroen und Ford: Auf dem Siegerpodest der Rallye Schweden waren drei unterschiedliche Marken zu finden. Für M-Sport holten sich Mads Östberg und sein Co-Pilot Jonas Andersson den Pokal ab. Für den Norweger war es seine Heim-Rallye, denn am Sonntag wurden einige Prüfungen in Norwegen ausgetragen. In das Duell um den Sieg konnte Östberg allerdings nie eingreifen. Stattdessen entwickelte sich über die 22 Prüfungen ein Zweikampf mit dem zweiten Volkswagen-Werksfahrer Jari-Matti Latvala. Es war ein ständiges Auf und Ab. Bereits am Freitag hatte Östberg mit einem überhitzten Motor zu kämpfen.

Auf der Verbindungsstrecke zu WP3 wurde notdürftig das Kühlsystem repariert. Dadurch kam er zu spät zur Zeitkontrolle und erhielt dafür eine Zeitstrafe von 20 Sekunden. Von da weg musste Östberg auf Latvala aufholen. Das gelang ihm schließlich auch und er wurde mit dem letzten Podestplatz belohnt. "Zunächst bin ich zufrieden, dass ich es nach dem Freitag überhaupt geschafft habe", meint der 25-Jährige im Ziel erleichtert. "Der Motor hatte stark überhitzt und wir hatten die komplette Kühlflüssigkeit verloren."

"Wir dachten, dass das unser Ausfall ist. Nach der Prüfung hielten wir an und fanden das Problem. Wir wussten aber nicht was wir tun konnten. Wir probierten den Schaden mit Tape zu beheben. Anschließend füllten wir den Motor mit Wasser aus unseren Trinkflaschen und es funktionierte", berichtet Östberg die Bemühungen. "Wir verloren in WP2 und durch die Strafe etwas Zeit. Dann hatte ich Probleme meinen Rhythmus und den Speed wiederzufinden. Schließlich konnten wir uns zurückkämpfen und uns mit Jari-Matti duellieren."

"Es war gut. Nachdem wir eine bessere Abstimmung gefunden hatten, wusste ich, dass ich ihn schlagen kann. Schließlich wurden wir Dritter." Platz sechs in Monte Carlo und Rang drei in Schweden: Die Kurve zeigt nach oben, doch speziell Volkswagen-Ass Sebastien Ogier war bisher stärker. Wie geht es für Östberg weiter? "Ich bin zu sehr auf Sicherheit gefahren und muss mehr pushen. Ich konnte das hier sehen. Es gab nur einen kniffligen Moment. Ich muss mehr Risiken eingehen und speziell wenn ich mit Ogier mithalten will, muss ich mehr riskieren."

Sein Beifahrer Andersson stimmt zu: "Zu einem Teil ja. Ich bin nicht sehr glücklich, dass wir von Franzosen lernen müssen, wie man auf Schnee fährt", merkt der Skandinavier an. "Platz drei ist dennoch toll. Nach diesem Start dachte ich, dass die Rallye für uns vorbei sei. Wir waren sehr frustriert. Als wir es gelöst hatten, wussten wir nicht, ob es halten würde. Anschließend haben wir uns gut zurückgekämpft und ich bin sehr glücklich."

In der abschließenden Power-Stage sicherte sich Östberg einen Bonuszähler. In der WM liegt er auf Rang drei. Sein Rückstand auf Ogier beträgt 22 Punkte.

Weiterlesen