Der Finne Jari-Matti Latvala stellte seine erste Bestzeit für Volkswagen auf © xpbimages.com

Die Volkswagen-Fahrer Sebastien Ogier und Jari-Matti Latvala setzen am Samstagvormittag die Bestzeiten in Schweden - Enger Dreikampf um Platz zwei

Die Volkswagen-Dominanz setzte sich auch am Samstagvormittag bei der Rallye Schweden fort. Sebastien Ogier entschied die neunte Wertungsprüfung für sich und Jari-Matti Latvala die zehnte. Für Latvala war es die erste Bestzeit in einem Polo R WRC. An der Spitze gab es keine Veränderungen. Ogier führt weiterhin die Gesamtwertung an und hat einen Vorsprung von 28,7 Sekunden auf Sebastien Loeb (Citroen). Der Weltmeister befindet sich in einem engen Dreikampf um Platz zwei, denn Latvala und Mads Östberg (Ford) sind dem Franzosen dicht auf den Fersen. WRC-Neuling Pontus Tidemand (Ford) schied auf WP9 mit Motorproblemen aus.

Die zweite Etappe der Rallye startete mit der 13,73 Kilometer langen "Sagen"-Prüfung. Das Wetter war unverändert und die Straßen waren weiterhin verschneit. Es herrschten Temperaturen von rund minus zehn Grad. Auch sportlich präsentierte sich das gleiche Bild wie am Vortag. Latvala startete als 15., gefolgt von Loeb und Ogier. Die Voraussetzungen der Top 3 waren somit gleich. Und Ogier startete gleich mit der Bestzeit in den Tag. "Das war ein guter Start", freut sich der Franzose, der um 2,1 Sekunden schneller als Loeb war. "Es gab keine Fehler. Das Auto ist perfekt und eine große Freude zu fahren."

"Das Paket ist gut, aber es ist noch ein langer Weg und ich muss die Konzentration halten." Im Gegensatz zu den technischen Waldwegen am Freitag begann der Samstag auf breiteren und flüssiger zu fahrenden Straßen. Auch Loeb war mit seiner Fahrt zufrieden, denn heute sind für ihn die Straßen schon sauber gefahren. "Die Streckenverhältnisse sind sehr gut und ich bin gut gefahren. Ich versuchte zu pushen, damit die Lücke zu Ogier nicht so groß ist."

Im Duell um Platz zwei verschaffte sich Loeb etwas Luft, denn Latvala markierte die viertbeste Zeit. Somit lag der Finne nach der neunten Sonderprüfung 6,4 Sekunden hinter dem Weltmeister zurück. Die drittbeste Prüfungszeit stellte Östberg auf, der in der Gesamtwertung bis auf 5,9 Sekunden an Latvala herangekommen war. Die Auftaktprüfung forderte auch zwei Opfer. Der starke WRC-Einstand von Tidemand kam zu einem Ende.

Rund einen Kilometer vor der Ziellinie musste er seinen Fiesta parken, denn es gab ein Motorproblem. Matthew Wilson (Ford) überschlug sich bei seinem WRC-Comeback und war ebenfalls draußen. Durch Tidemands Ausfall rückten hinter dem fünftplatzierten Jewgeni Nowikow (Ford) die weiteren Fahrer um einen Position nach vor. Juho Hänninen ist neuer Sechster, gefolgt von Thierry Neuville, Henning Solberg, Martin Prokop (alle vier Ford) und Dani Sordo (Citroen).

WP10: Erste Bestzeit von Latvala

Anschließend stand die 18,15 Kilometer lange Prüfung mit dem Namen "Fredriksberg" auf dem Programm. Hinter Ogier ging es weiterhin sehr eng zu. Die Bestzeit sicherte sich Latvala, seine erste bei dieser Rallye. Loeb war um zwei Zehntelsekunden langsamer und Östberg um deren drei. "Es war positiv. Ich fand mein Vertrauen wieder", kommentiert Latvala seine Bestzeit. "Ich weiß, dass das Auto sehr gut ist, aber ich verstehe es noch nicht ganz. Ich komme aber langsam näher an das Limit."

Loeb verteidigte seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung. "Es geht sehr eng zu. Es war eine sehr schnelle Prüfung. Beim Start habe ich etwas Zeit verloren, aber dann konnte ich die Lücke zu den anderen wieder schließen. Es geht sehr eng zu", so der Franzose. Östberg hat einen Podestplatz noch nicht aufgegeben. "Ich habe etwas zu hart gepusht und die Linie mehrmals verpasst. Es war nicht so clever. Bei den Zwischenzeiten habe ich gesehen, dass es mit Latvala sehr eng war. Ich werde es weiter versuchen."

Loeb hat 6,2 Sekunden Vorsprung auf Latvala, während Östberg weitere 6,2 Sekunden dahinter liegt. Es ist noch alles offen. Dagegen ließ es Ogier in "Fredriksberg" etwas ruhiger angehen und markierte die fünftbeste Zeit. Der Volkswagen-Werksfahrer war mit seinem Rhythmus nicht ganz zufrieden und nahm etwas Tempo heraus. Probleme gab es keine. Somit schmolz seine Vorsprung in der Gesamtwertung minimal und beträgt nach zehn Prüfungen 28,7 Sekunden auf Loeb. Auf den weiteren Plätzen gab es keine Verschiebungen.

Gesamtwertung nach 10 von 22 Prüfungen (Top 10):

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