Volkswagen-Star Sebastien Ogier bestimmt in Schweden das Tempo © Volkswagen

Sebastien Ogier setzte zum Auftakt auf Schnee und Eis die schnellste Zeit - Pontus Tidemand überrascht als Vierter, Sebastien Loeb nur auf Rang acht

Die Rallye Schweden verspricht eine spannende Angelegenheit zu werden. Beim so genannten Shakedown zum zweiten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) im hohen Norden platzierten sich am Donnerstagvormittag Fahrer dreier unterschiedlicher Fabrikate auf den Toppositionen. Die Bestmarke auf dem 3,9 Kilometer langen Teilstück erzielte Sebastien Ogier in 1:51.357 Minuten im Polo R WRC. Der Volkswagen-Pilot unterstrich, dass die Wolfsburger nach dem Serieneinstieg schnell in Form kommen.

Mit seiner Leistung war der Franzose jedoch nicht zufrieden: "Es war kein guter Auftakt, wir sind nicht gut aus den Startlöchern gekommen", beklagt Ogier. Dennoch war er und 0,900 Sekunden schneller als Mads Östberg im von der M-Sport-Mannschaft eingesetzten Ford Fiesta RS WRC, auf Rang drei platziert sich Mikko Hirvonen (+1,564 Sekunden) als bester Citroen-Pilot. "Es gab wohl mehr Grip, als ich gedacht hätte", meint der Finne über den Shakedown. "Ich hätte durchaus mehr Druck machen können."

Die große Überraschung des Tages gelang dem 22-jährigen Lokalmatador Pontus Tidemand (+2,448 Sekunden), der in einem privat eingesetzten Fiesta RS WRC von PTM den vierten Platz belegte. Es folgte mit Juha Hänninen (+2,561 Sekunden) ein weiter M-Sport-Star und Jari-Matti-Latvala (+2,705 Sekunden) auf der sechsten Position. Der zweite Volkswagen-Pilot hatte noch im Freien Training direkt hinter Ogier gelegen und sogar eine Wolfsburger Doppelspitze möglich erscheinen lassen.

Eine Enttäuschung war der Shakedown hingegen für Weltmeister und Monte-Carlo-Sieger Sebastien Loeb, der als Achter (+3,468 Sekunden) ohne jegliches technisches Problem oder sonstigen äußeren Einfluss noch hinter dem Belgier Thierry Neuville (+3,073 Sekunden) zurückblieb. Der Ford-Pilot absolviert in Schweden erst seinen zweiten Auftritt bei einer Rallye auf Schnee. Citroen-Rückkehrer Dani Sordo hatte Bremsprobleme, der Finne Jarkko Nikara warf seinen Mini in den Straßengraben.

Stand nach dem Shakedown in Schweden:

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