Jewgeni Nowikow will in Schweden wieder so richtig angreifen © xpbimages.com

Der Russe ist vor der Rallye Schweden optimistisch, sieht aber eine Menge Setuparbeit auf sich zukommen - Reifen schonen, keine Zeit verlieren

Schnell war er ja, sein Ford Fiesta RC WRC. Dummerweise auch zu schnell ein Schrotthaufen. Jewgeni Nowikow warf beim Saisonauftakt zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) einen möglichen Podiumsplatz in einer rutschigen Kurve in eine Steinmauer. Runde zwei, die in der kommenden Woche in Schweden über die Bühne geht, soll besser laufen. "Ich habe ein wirklich gutes Gefühl vor dieser Rallye", sagt der M-Sport-Pilot, der in Südfrankreich immerhin zwei Wertungsprüfungen für sich entschied.

Bei seinem Debüt auf den verschneiten Straßen rund um Karlstad hatte Nowikow im vergangenen Jahr ebenfalls überzeugt und auf Anhieb Rang fünf eingefahren. Der Mann aus Moskau war sich trotzdem nicht zu fein, sich über den aktuellen Zustand der Pisten zu erkundigen. "Ich habe gehört, dass die äußeren Bedingungen wirklich speziell sein sollen", sagt Nowikow. "Die anderen Crews haben mir erzählt, dass es wirklich kalt und der Untergrund deshalb relativ trickreich sei."

Dem schwedischen Wetter traut er allerdings nicht über den Weg. "Wir müssen abwarten, wie die Rahmenbedingungen dann tatsächlich sind", zeigt sich Nowikow wenig vertrauensvoll, wenn es um das Können seiner Wetterfrösche geht. Der Ford-Fahrer ist dennoch überzeugt, dass ihn das Setup in Schweden mit Beschlag belegen wird. "Ich kann mir vorstellen, dass die richtige Balance zwischen Speed und Reifenverschleiß einiges an Arbeit erfordert", dünken ihm kurze Nächte.

Das große Problem für die Piloten sind nicht Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, sondern Plusgerade und ausbleibender Schneefall. Denn lichtet sich die weiße Decke, kommt Schotter zum Vorschein und das tut den speziellen Pneus gar nicht gut. "Der Trick ist es, beim Schonen der Reifen auf durchdringendem Schotter so wenig Zeit wie möglich zu verlieren", erklärt Nowikow und gibt sich optimistisch: "Wir haben in Monte Carlo gezeigt, dass wir schnell genug für die Spitze sind." Fraglich nur, wie lange.

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