Mike Rockenfeller ist der Titelverteidiger in der DTM © getty

Die neue Saison der DTM steht in den Startlöchern. SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zum Auftakt in Hockenheim.

München - Die DTM steht in den Startlöchern.

Am Sonntag beginnt in Hockenheim die neue Saison und damit die Jagd auf Titelverteidiger Mike Rockenfeller.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einige Änderungen im Vergleich zur letzten Saison.

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zur internationalen Tourenwagenserie.

Was steht an?

Die DTM-Boliden rollen ab Sonntag (13.30 Uhr) wieder durch Deutschland und den Rest der Welt.

Die internationale Tourenwagenserie startet auf dem Hockenheimring in ihren ersten von zehn Saison-Läufen, insgesamt 23 Piloten kämpfen bis Oktober für Audi, BMW und Mercedes um den Titel.

Mit dabei sind sieben aktuelle und ehemalige DTM-Champions, für die Serie ist das ein Rekord.

Wo wird gefahren?

"Die Basis bleibt Deutschland" - das hat die DTM immer wieder versprochen, und daran hält sie sich. Für sechs der zehn Rennen bleibt die Serie in der Heimat, darunter die traditionellen Auftakt- und Abschlussveranstaltungen in Hockenheim.

Dem Lockruf der weiten Welt mit all ihren Entwicklungsmärkten wollten die Hersteller aber doch nicht so ganz widerstehen.

Russland und Österreich waren schon im vergangenen Jahr dabei, China und Ungarn sind neu im Kalender 2014.

Gibt es neue Gesichter?

Einige. Paul di Resta heißt der prominenteste Neuzugang, Mercedes holte den Schotten aus der Formel 1 zurück, weil er schöne Erinnerungen weckt: 2010 gewann der heute 28-Jährige für den Stern den bislang letzten Fahrertitel.

Auch der Russe Witali Petrow ist neu bei den Stuttgartern, auch er bringt Formel-1-Erfahrung mit.

BMW vertraut Antonio Felix da Costa (Portugal), einem vielversprechenden Talent aus der Red-Bull-Schmiede, und holte zudem den Belgier Maxime Martin. Vergleichsweise ruhig ließ es Audi angehen: Der junge Schweizer Nico Müller ist der einzige Zugang.

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Was hat sich sonst geändert?

Die DTM steht für Ausgeglichenheit, und damit das so bleibt, haben die Regelhüter sich weitere Neuerungen einfallen lassen: Performance-Gewichte sollen auch in Zukunft Dominatoren, wie man sie etwa aus der Formel 1 kennt, keine Chance geben.

Das funktioniert so: Abhängig von den erzielten Resultaten wird eine Marke beim jeweils folgenden Saisonlauf das Gewicht ihrer Autos verändern müssen, der Sieger eines Rennens und all seine Markenkollegen, die in den Top Ten landen, müssen beim folgenden Lauf 5 kg mehr montieren.

Die Markenkollegen, die nicht unter die besten Zehn fahren, laden 2,5 kg zu. Für die Fahrzeuge der zweitbesten Marke eines Rennens ändert sich nichts, die drittbeste Marke darf dagegen mit leichteren Boliden antreten.

Für den Zuschauer außerdem interessant: Das Qualifying wurde gekürzt, wie in der Königsklasse besteht es nur noch aus drei Abschnitten. Das Q4 als Einzelzeitfahren der besten vier Piloten fällt damit weg.

Wer ist Favorit?

Niemand. Oder alle. Da ist sich die Fachwelt noch nicht einig. Grundsätzlich kann man in der DTM mit jedem Auto zum Titel fahren, das haben die vergangenen Jahre gezeigt.

Durch die Peformance-Gewichte wird das Feld nun noch enger zusammenrücken, den sieben Champions und mindestens vier bis fünf weiteren Piloten ist der Titel durchaus zuzutrauen - Voraussagen sind daher fast unmöglich, bis auf diese: Wer die meisten Punkte holt, gewinnt.

Interview von Timo Glock mit SPORT1.fm

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