Augusto Farfus fuhr im zweiten Saisonrennen auf dem Lausitzring auf Platz 3 © getty

Der BMW-Pilot gewinnt die Valencia-Quali, die Titelrivalen Paffett und Spengler scheitern vorzeitig. Green erlebt ein Debakel.

Valencia - Augusto Farfus (BMW) hat im Qualifying (Zsfg. ab 19 Uhr im TV auf SPORT1) zum neunten und vorletzten Saisonlauf der DTM in Valencia am Sonntag (14 Uhr) überraschend die Pole Position geholt und dem Gesamtführenden Gary Paffett sowie Verfolger Bruno Spengler die Show gestohlen.

Beide Titelkandidaten schieden bereits im zweiten Qualifikationabschnitt aus. Für den Gesamtdritten Jamie Green kam das Aus gar in der ersten Session.

Dagegen trumpfte BMW-Pilot Farfus groß auf und ergatterte im Shoot-out der besten vier Fahrer die erste DTM-Pole seiner Karriere.

Rockenfeller auf Rang 5

"Das Auto war super", sagte der Brasilianer, der Edoardo Mortara (Italien/Audi), Filipe Albuquerque (Portugal/Audi) und Adrien Tambay (Frankfurt/alle Audi) auf die weiteren Plätze verwies.

Als bester Deutscher fuhr Mike Rockenfeller (Audi/Neuwied) auf Rang 5. (DATENCENTER: Alle DTM-Ergebnisse)

"Wir waren nicht in der Lage, Grip zu finden. Wir waren einfach zu langsam", sagte Mercedes-Pilot Paffett, der von Platz 16 ins Rennen geht.

Vorzeitiger Titelentscheid möglich

Für Spengler, der zwei der drei vergangenen Läufe gewonnen hatte und in der Fahrerwertung elf Zähler hinter Paffett (127 Punkte) liegt, reichte es mit seinem BMW immerhin zu Rang 12.

"Einerseits alles andere als ein idealer Startplatz für unseren Tabellenführer Gary Paffett, aber andererseits startet sein Meisterschaftsrivale nicht meilenweit entfernt. Es bleibt also spannend", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Bei einem günstigen Rennverlauf kann sich der 31-jährige Paffett bereits in Spanien seinen zweiten Titel nach 2005 sichern.

Prominente letzte Startreihe

Green (Mercedes), der mit 108 Zählern ebenfalls noch Titel-Hoffnungen hegt, erlebte ebenfalls ein Debakel und geht nur von Platz 18 ins Rennen.

"Mein Auto war nicht optimal für das Qualifying. Das ist schade für mich und Mercedes", sagte der Brite.

Noch schlechter lief es für die ehemaligen Formel-1-Piloten David Coulthard (Schottland/Mercedes) und Ralf Schumacher (Kerpen), die die letzte Startreihe bilden.

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