Der Engländer Gary Paffett fährt bereits seit 2003 in der DTM © getty

Der Mercedes-Pilot verweist in England Bruno Spengler auf Rang zwei und übernimmt die Gesamtführung. Bei Schumacher läuft nichts.

Brands Hatch - Gary Paffett ist der Chef in der DTM, aber Bruno Spengler bleibt sein erster Verfolger.

Mercedes-Pilot Paffett feierte beim dritten Lauf der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in Brands Hatch überlegen seinen ersten Heimsieg und hat bereits komfortable 25 Punkte Vorsprung (68:43) vor dem BMW-Piloten aus Kanada, der als Zweiter den ersten Sieg der DTM-Rückkehrer aus München zuletzt in der Lausitz eindrucksvoll bestätigte.

Aber auch Audi ist zurück im Rennen, der ehemalige Le-Mans-Sieger Mike Rockenfeller komplettierte als Dritter das Siegerpodest in Brands Hatch (Highlights, So., ab 23.15 im TV auf SPORT1+).

"Man kann nie sagen, das ist dein Jahr. Aber wir hatten einen super Start, und ich hoffe, dass wir dieses Tempo halten können", sagte Paffett, der nach zwei Siegen und einem zweiten Platz in den ersten drei Rennen Kurs auf seinen zweiten Meistertitel nach 2005 nimmt ( 549092 DIASHOW: Die Favoriten auf den DTM-Titel 2012 ).

Jenson Button gratuliert

Zu den ersten Gratulanten nach dem Start-Ziel-Sieg auf dem Traditionskurs in Brands Hatch gehörte der ehemalige Formel-1-Weltmeister Jenson Button, in dessen McLaren-Team Paffett neben seinem DTM-Engagement als Ersatzfahrer im Einsatz ist.

"Gary war ganz klar der Chef im Ring. Er hat sich das Rennen so eingeteilt, wie er es musste", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Für den 31-jährigen Paffett war es bereits der 19. Sieg in einem DTM-Rennen. Damit schloss er in der ewigen Bestenliste zum drittplatzierten Dänen Kurt Thiim auf.

Häufiger als diese beiden waren in der Geschichte der Serie nur Rekordmeister Bernd Schneider (43) und "König" Klaus Ludwig (36) erfolgreich.

Tomczyk wird Vierter

Titelverteidiger und Vorjahressieger Martin Tomczyk holte als Vierter sein bislang bestes Ergebnis nach dem Wechsel von Audi zu BMW.

Der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher dagegen erlebte ein Wochenende zum Vergessen.

Nur von Rang 18 gestartet, kassierte der Mercedes-Pilot wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse eine Durchfahrtstrafe und kam als 19. nur auf dem letzten Platz ins Ziel.

Vietoris mit schlechtem Start

Beim Start hatte Paffett, der am Morgen in einem DTM-Taxi noch eine Runde auf dem Beifahrersitz von McLaren-Formel-1-Pilot Jenson Button gedreht hatte, seine Pole Position behauptet.

Teamkollege Christian Vietoris, der am Ende auf Rang sechs landete, erwischte dagegen einen schlechten Start und wurde von Rang zwei bis auf Platz acht durchgereicht.

Dafür verbesserte sich Spengler um einen Rang auf Platz zwei und setzte sich hinter Paffett, den er bei seinem Sieg zwei Wochen zuvor auf dem Lausitzring das gesamte Rennen hinter sich gehalten hatte.

Auf Rang drei lag Rockenfeller, der sich mit seinem ersten Reifenwechsel in Runde 37 fast am Kanadier vorbeigeschoben hätte.

"Es war ganz schön heiß"

Ihren zweiten Pflicht-Reifenwechsel absolvierten Spengler und Rockenfeller zeitgleich in Runde 59, ohne dass sich dabei die Positionen verschoben.

Paffett steuerte drei Runden später die Box an und musste eine kleine Schrecksekunde überstehen, weil es ein Problem beim Reifenwechsel gab. Dennoch behauptete er seine Führung vor Spengler.

Der geriet in der Schlussphase noch einmal unter Druck von Rockenfeller, weil sich am Frontspoiler des BMW M3 ein Teil gelöst hatte.

"Man verliert sehr viel Abtrieb. Es war ganz schön heiß, aber für den zweiten Platz hat es gereicht", sagte Spengler, der sich am Ende ins Ziel rettete.

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