Hans-Joachim Stuck bestritt von 1974 bis 1979 Rennen in der Formel 1 © imago

Der SPORT1-Experte hat auf dem Nürburgring einen schweren Unfall, bleibt aber unverletzt. Die Ursache ist bislang nicht geklärt.

München - Der frühere Formel 1-Pilot Hans-Joachim Stuck ist bei einem schweren Unfall auf der Nordschleife des Nürburgrings nach eigener Aussage unverletzt geblieben.

Beim Training zum fünften Lauf der deutschen Langstrecken-Meisterschaft VLN, einem Sechs-Stunden-Rennen, verlor der 62-Jährige bei über 250 Stundenkilometern die Kontrolle über den von ihm gefahrenen Audi R8 LMS ultra.

"Das Auto ist nach einer Bodenwelle unvermittelt ausgebrochen und bei der hohen Geschwindigkeit nach rechts abgebogen und es kann sich eigentlich niemand erklären, was da los war", erklärte Stuck gegenüber SPORT1.

Keine Verletzungen

Der Senior, der mit seinen beiden Söhnen Ferdinand und Johannes ein Team bildete, wurde anschließend aus Sicherheitsgründen in das medizinische Zentrum an der Rennstrecke gebracht.

Dort wurden von den Ärzten aber keine Verletzungen diagnostiziert. "Es ist alles bestens", erklärte Stuck und fügte wenig aufgeregt an: "So etwas kommt halt mal vor."

Unspektakulär

Dass das Auto bei extrem hoher Geschwindkeit ausbrach, war, so Stuck, eher ein Vor-, denn ein Nachteil: "Unfälle mit hoher Geschwindigkeit sind wesentlich unspektakulärer, weil der Aufprall wesentlich weniger stumpf ist."

Immerhin war der Aufprall so stark, dass der 365 000 Euro teure GT3-Sportwagen, der erst nach mehreren hundert Metern von einem Reifenstapel in der "Hohenrain"-Schikane vor Start und Ziel gestoppt wurde, nach Meinung von DTM-Teamchef Ernst Moser ein Totalschaden ist.

Unfallursache wird ermittelt

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Um die Klärung der Ursache will sich Stuck jedoch in jedem Fall bemühen.

"Wie es zu dem Unfall gekommen ist, wissen wir nicht genau. Das Auto ist jetzt gerade in der Werkstatt und wird analysiert, aber ich will natürlich wissen, wie es dazu kommen konnte", sagte Stuck gegenüber SPORT1.

Nicht das erste Unglück

Für Stuck, der seine Rennsport-Karriere offiziell am 26. Juni 2011 beendet hat, war es bereits der vierte schwere Unfall auf seiner geliebten Nordschleife in den vergangenen sieben Jahren.

Er ist heute als Markenbotschafter für den Volkswagen-Konzern und als Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes im Einsatz.

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