Markus Winkelhock (r.) ist seit 2004 professioneller Rennfahrer © imago

Das Audi Sport Team Phoenix gewinnt mit dem ehemaligen Formel-1-Fahrer erstmals das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Nürburgring - Erster Audi-Triumph in der Eifel, zweiter Winkelhock in der Siegerliste: Der Ingolstädter Automobilkonzern und der frühere Formel-1-Pilot Markus Winkelhock haben zum ersten Mal das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen.

Bei der 40. Auflage des Eifel-Marathons setzte sich der 31-Jährige in einem Audi R8 LMS des nur einen Steinwurf neben der Nordschleife beheimateten Phoenix-Teams gemeinsam mit Marc Basseng, Christopher Haase und dem ehemaligen Audi-DTM-Piloten Frank Stippler durch (NEWS: Alles zum Motorsport).

Sein Onkel Joachim hatte bei dem Klassiker 1990 und 1991 triumphiert.

"Es war ein großes Ziel, dieses Rennen zu gewinnen. Dass wir es wirklich geschafft haben, kann ich noch gar nicht wirklich begreifen. Das ist wie ein Traum, der in Erfüllung geht. Einfach gigantisch", sagte Markus Winkelhock, der 2004 bei Mercedes und von 2007 bis 2010 bei Audi insgesamt 49 Rennen in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft absolviert hat.

Rang zwei für Mamerow-Team

Platz zwei ging an Christian Mamerow, Christian Abt, Michael Ammermüller und Armin Hahne in einem Audi R8 LMS des Mamerow-Teams.

Sie profitierten vom Ausfall eines Mercedes-SLS-Teams um DTM-Rekordchampion Bernd Schneider eine Viertelstunde vor Ende des Rennens.

Deren Teamkollegen Christiaan Frankenhout, Andreas Simonsen, Pierre Kaffer und Lance David Arnold wurden in einer spannenden Schlussphase noch Dritte, weil dem Manthey-Porsche mit den Vorjahressiegern Marc Lieb, Romain Dumas und Lucas Luhr sowie Richard Lietz vor der letzten Runde das Benzin ausging.

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BMW-Piloten haben Pech

Pech hatten die BMW-Piloten Dirk und Jörg Müller sowie Uwe Alzen und Dirk Adorf.

Sie hatten mit dem BMW Z4 GT3 des Schubert-Teams von der Pole Position aus das Rennen lange angeführt, bis sie ein Schaden an einer Antriebswelle aussichtlos zurückwarf.

Auch ein Mercedes-Team um den früheren DTM-Piloten Thomas Jäger verpasste die Chance auf den Sieg durch einen beschädigten Stoßdämpfer und machte so für Winkelhock und Co. den Weg frei.

"Es ist schade, wenn man so um den Lohn gebracht wird", meinte Jäger.

Ludwig hat die Nase voll

Schon seit Samstagabend waren Tourenwagen-König Klaus Ludwig und der frühere Formel-1-Pilot Nick Heidfeld nur noch Zuschauer, nachdem Ludwig mit ihrem McLaren MP4 12C GT3 des Gemballa-Teams in der schnellen Passage vor dem Schwedenkreuz beim Überrunden eines Teilnehmers berührt worden und heftig gegen die Leitplanke gekracht war.

"Ich war schon längst vorbei, als er mir rechts aufs Rad gefahren ist", schimpfte der dreimalige Gesamtsieger, der für die 40. Auflage noch einmal in den Rennanzug geschlüpft war - und das wohl zum letzten Mal.

"Aus, vorbei, das war das zweite Mal und ein Zeichen. Das brauche ich nicht mehr", sagte der inzwischen 62 Jahre alte Routinier: "Rückkehr ausgeschlossen, definitiv. Nie wieder Nordschleife."

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