Nick Heidfeld teilt sich ein Auto mit Sascha Bert, Hendrik Vieth und Klaus Ludwig © imago

Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring sind Heidfeld und Altmeister Ludwig mit dabei. Das Ziel: Olaf Manthey stoppen.

Köln/Nürburgring - Beim Jubiläum greift sogar "König" Ludwig noch mal ins Lenkrad und unterstützt das Debüt von "Quick Nick".

200.000 Fans freuen sich auf Action rund um die Uhr, und im Feld von 170 Autos machen Audi, BMW und Mercedes Jagd auf die Porsche-Truppe von Nordschleifen-Fuchs Olaf Manthey.

Die 40. Auflage des legendären 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring (Sa., ab 15.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) verspricht Motorsport der Extraklasse, auch weil das Starterfeld ausgeglichen ist wie selten zuvor.

"Von wegen Langstreckenrennen! Das 24-Stunden-Rennen ist heute von der ersten bis zur letzten Minute ein Sprintrennen. Es gibt 30 Top-Autos, die alle standfest sind. Da muss man von Anfang an volles Rohr fahren", sagt Altmeister Klaus Ludwig, den es trotz seiner inzwischen 62 Jahre wieder in den Fingern gejuckt hat.

"Es gibt nichts Größeres"

"Dieses Rennen bin ich schon vor Jahrzehnten gefahren und muss sagen: Es gibt nichts Größeres", sagt der dreimalige DTM-Champion und Le-Mans-Gewinner und erklärt, warum er auch 30 Jahre nach dem ersten seiner drei Triumphe beim Eifel-Marathon wieder rückfällig geworden ist:

"Schon bei unseren Testfahrten am Montag vor dem Rennen war rund um die Strecke irre viel los. Der Zuspruch der Fans ist gigantisch."

Für den früheren Formel-1-Piloten Nick Heidfeld, der am Nüburgring einst Fahrradfahren lernte und die Nordschleife schon einmal in einem Formel-1-Auto von BMW-Sauber umrundete, wird das Rennen dagegen eine Premiere.

"Ich wollte schon immer die beiden 24-Stunden-Rennen in Le Mans und auf dem Nürburgring fahren. Beides mache ich in diesem Jahr wahr", sagte der 35-Jährige, der sich mit Ludwig, Sascha Bert und Hendrik Vieth einen McLaren MP4 12C des Gemballa-Teams teilen wird.

Allerdings mussten sie wegen zweier Motorschäden auf das neue Top-40-Qualifying verzichten und starten nur von Position 39. "Wir müssen die Ruhe behalten, das Rennen ist morgen", meinte Ludwig.

Wieder ein Manthey-Sieg?

Neben mehreren McLaren haben vor allem zahlreiche Audi R8 LMS, BMW Z4, Mercedes SLS, dazu einige Aston Martin, Corvette und ein Ford GT nur ein Ziel: den sechsten Sieg der Truppe von Ex-DTM-Pilot Manthey in sieben Jahren zu verhindern.

Sein Porsche 911 GT3 R im Nadelstreifen-Design geht auch ohne Werksunterstützung aus Stuttgart wieder als Favorit ins Rennen und wird wieder von den Porsche-Werkspiloten Marc Lieb und Romain Dumas sowie Lucas Luhr gesteuert, die 2011 triumphiert hatten.

Lieb und Dumas waren auch schon bei den Siegen 2007, 2008 und 2009 dabei.

Phoenix mit Fässler und Winkelhock

Audi hofft auf den ersten Sieg in der "Grünen Hölle" und setzt dabei unter anderem auf das DTM-Team Phoenix, das direkt neben der Nordschleife zu Hause ist.

Fahrerisch ist Phoenix bestens aufgestellt und hat unter anderem Le-Mans-Sieger Marcell Fässler aus dem aktuellen Audi-Kader und den früheren DTM-Piloten Markus Winkelhock an Bord.

Auch beim BMW-Team Schubert sind Werksfahrer der Münchner wie Dirk und Jörg Müller oder Uwe Alzen im Einsatz sein und sollen nach Platz zwei im vorigen Jahr wieder wie 2010 den Sieg für BMW einfahren - es wäre Nummer 20 für die Rekordhalter.

Alzen stellte den Z4 am Freitagabend schon einmal auf die Pole Position.

Mercedes schließlich, wie Audi noch ohne Eifel-Erfolg, setzt voll auf Kundenteams, die allerdings auch im vorigen Jahr schon für Furore gesorgt hatten. Prominente Piloten findet man aber auch in den Flügeltürern, beispielsweise DTM-Rekordchampion Bernd Schneider oder den früheren DTM-Piloten Thomas Jäger.

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