Erfolgreiche Le-Mans-Generalprobe für Romain Dumas, Loc Duval und Marc Gene © getty

Audi feiert in Spa einen Vierfachsieg. Der erste Erfolg des R-18-Hybrid muss noch warten. Heidfeld fährt auf Rang fünf.

Spa - Generalprobe gelungen, der erste Sieg des innovativen Hybrid-Autos aber vertagt:

Audi hat beim ersten Renneinsatz seiner neuen Le-Mans-Zwillinge den erwarteten Vierfachsieg beim Sechs-Stunden-Rennen von Spa gefeiert, beim internen Duell zweier unterschiedlicher Konzepte hatte aber der "normale" R18 ultra die Nase vorn.

Den Ausschlag für den Erfolg von Romain Dumas, Loc Duval und Marc Gene (Frankreich/Frankreich/Spanien) beim Härtetest für den Saisonhöhepunkt bei den 24 Stunden von Le Mans (16./17. Juni) gab aber nicht die Technik, sondern ein Fahrer.

Ersatzpilot Gene mit der richtigen Taktik

Der von Peugeot gekommene neue Ersatzpilot Gene, der den verletzten, für Le Mans aber fest eingeplanten Timo Bernhard (Homburg) vertrat, setzte beim zweiten Lauf der neuen Langstrecken-WM auf nach einem Regenguss abtrocknender Strecke früher als seine Audi-Kollegen auf Trockenreifen und war damit pro Runde bis zu vier Sekunden schneller.

So fuhr er den entscheidenden Vorsprung vor dem Le-Mans-Titelverteidigern Marcel Fässler/Andre Lotterer/Benoit Treluyer (Schweiz/Duisburg/Frankreich) im R18 e-tron quattro mit Hybridantrieb und Allrad heraus.

Gene: "Ehrlicher Sieg"

Am Ende betrug der Abstand 46,801 Sekunden.

"Das war unglaublich. Mehr war nicht möglich heute. Das Leben steckt voller Überraschungen. Es war ein ehrlicher Sieg unter schwierigen Bedingungen", sagte der frühere Formel-1-Pilot Gene, der zum dritten Mal in Spa siegte.

Hauben-Tausch kostet Zeit

"Die Wahl von Audi, auf zwei Konzepte zu setzen, war richtig. Der R18 e-tron quattro ist ein starkes Auto, aber der R18 ultra hat eben auch gewisse Vorteile. Mit dem R18 e-tron quattro wird in der Zukunft aber noch einiges kommen", sagte Ralf Jüttner, Technischer Direktor des Audi-Einsatzteams Joest.

Dindo Capello/Tom Kristensen/Allan McNish (Italien/Dänemark/Großbritannien), die im zweiten Hybridrenner von der Pole Position gestartet waren, hatten durch den unplanmäßigen Tausch einer Fronthaube rund eine Minute verloren.

Am Ende mussten sie sich mit Rang vier hinter Marco Bonanomi/Oliver Jarvis (Italien/Großbritannien) im zweiten R18 ultra zufriedengeben.

Heidfeld mit vier Runden Rückstand

Der frühere Formel-1-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach) war zusammen mit seinen Kollegen Nicolas Prost (Frankreich) und Neel Jani (Schweiz) in einem Lola-Toyota auf Platz fünf mit vier Runden Rückstand beste Nicht-Audi-Mannschaft.

In der WM-Gesamtwertung übernahmen Dumas und Duval mit 43 Punkten die Führung vor Capello, Kristensen und McNish (38 Punkte), die beim Saisonauftakt in Sebring gewonnen hatten.

Toyota nicht am Start

Audis vermeintlich schäftster Le-Mans-Rivale Toyota war in Spa nicht amStart, weil die Japaner nach einem heftigen Unfall bei Testfahrten ihren neuen Hybridrenner nicht rechtzeitig reparieren konnten.

Sie absolvierten am Freitag in Le Castellet einen gelungenen Funktionstest des neu aufgebauten Fahrzeuges.

Weiterlesen