Der Sportausschuss im Deutschen Bundestag hat mit den Stimmen der Koalition der von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) angekündigten Erhöhung der Sportförderung durch das Bundesinnenministerium (BMI) auf insgesamt 139,5 Millionen zugestimmt.

Nun muss der Entwurf für den Haushalt 2014 in der kommenden Woche noch den Haushaltsausschuss passieren. Für den Schulwettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" gibt es indes weniger Geld.

"Im Vergleich zum Entwurf der alten Regierung sind es acht Millionen Euro, die der Sport zusätzlich erhält. Diese Entwicklung begrüßen wir, obschon es in naher Zukunft neue Diskussionen etwa bei der Finanzierung der Nationalen Anti Doping Agentur geben wird", sagte Dagmar Freitag (SPD), Vorsitzende des Ausschusses.

Die Erhöhung der Summe ist zu einem großen Teil durch Umschichtungen erfolgt. 3,45 Millionen Euro der insgesamt acht Millionen Euro sollen in die Projektförderung fließen.

Weiter sind 0,5 Millionen Euro für die Olympiastützpunkte sowie je eine Million Euro für die Forschungseinrichtungen FES (Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten)/IAT (Institut für Angewandte Trainingswissenschaft), die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) und den Behindertensport vorgesehen.

Bündnis 90/Die Grünen hatten gegen den Etat gestimmt und sich auf die derzeit laufenden Verhandlungen zwischen Sport und Politik über eine Reform der Spitzensportförderung berufen.

"Solange es kein neues Konzept zur Förderung des Spitzensports gibt, macht eine solche Erhöhung keinen Sinn", sagte Grünen-Sprecher Özcan Mutlu.

Zudem hatten die Grünen den Antrag gestellt, die bei der Umschichtung durch das BMI anfallende Kürzung des Etats für den Nachwuchswettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" um 350.000 Euro zurückzunehmen.

Der Antrag wurde abgelehnt. De Maiziere hatte mit dieser Maßnahme versucht, die für den Schulwettbewerb zuständigen Bundesländer unter Druck zu setzen, weil diese sich seit Jahren nicht an der Finanzierung der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) beteiligen.

"Jugend trainiert für Olympia ist eine Ländersache. Unser Schritt war lange bekannt. Das Programm steht nicht vor dem Aus", sagte Freitag.

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